Die Zeiten, wo man im Lennox gemütlich seinen Kaffee im Zelt auf dem Johann-Breuker-Platz schlürfen konnte, sind vorbei. Morgen wird das Vorzelt am Lennox abgebaut, so wollen es die Richtlinien der Stadt Bottrop, denn eine Genehmigung für ein geschlossenes Zelt kann es nicht geben. Das weiß nun auch Martin Matthes, der gemeinsam mit seiner Frau Katja das Lennox vor über einem halben Jahr eröffnet hat. „Ich habe wirklich nicht vorsätzlich gehandelt, ich dachte, wenn ich eine genehmigte Terrasse habe, dann kann ich diese auch mit einem entsprechenden Schutz im Winter nutzen“, sagt Martin Matthes. Die Gäste – und zwar nicht nur die rauchenden – freute es, schließlich schmeckte der hauseigene Glühwein in der Weihnachtszeit an der kalten Winterluft doch gleich doppelt so gut.
Das jähe Ende des Winterpavillions kam jedoch vor Weihnachten, als ein Brief vom Ordnungsamt ins Lennox flatterte. „Darin wurde uns eine Frist bis zum 10. Januar gesetzt.“ Durch Gespräche mit der Stadt konnte der Junggastronom schließlich den 5. Februar als Abbautag festlegen. „Bei der Stadt war man wirklich sehr entgegenkommend.“ Und anders handeln konnten die Sachbearbeiter wohl auch nicht, denn nur solange es keine Beschwerden gibt, kann es eine Duldung geben, getreu dem Motto: „Wo kein Kläger, da kein Richter“. Sobald sich jedoch Widerstand regt, muss die Stadt handeln. Und einen Kläger gab es dann doch. Für Martin Matthes heißt das nun: Abbauen! „Ansonsten wird jede Woche mit 1.000 Euro Strafe verzeichnet.“
Da helfen leider auch die 500 Unterschriften nichts, die der Gastronom für den Erhalt des Pavillons sammeln konnte. „Der große Zuspruch hat uns aber Mut gemacht und ich möchte mich daher auch noch einmal bei allen bedanken, die uns unterstützt haben“, sagt Martin Matthes. Übrigens, morgen (5. Februar) soll auf den Zeltabbau noch einmal angestoßen werden und dazu gibt es am frühen Abend jedes kleine Bier für einen Euro. Also dann noch einmal Prost auf das Winterzelt. gk