Baustelle St. Ludgerus Kirche

Die Renovierung der Kirche geht voran und das Spendenaufkommen für den Eigenanteil ist fast erreicht.

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Der Torbogen war die Entdeckung während der Bauarbeiten - wie lange er verborgen war, ist nicht genau bekannt.

Das Jahresmotto der katholischen Kirchengemeinde lautet passenderweise „Gott baut ein Haus, wir bauen mit“ und das wird auch die nächsten Monate noch im wahrsten Sinne umgesetzt. „Die Bauarbeiten gehen gut voran und wir sind zuversichtlich, dass wir Ende November am Christkönigstag (20.) den Neueinzug feiern dürfen“, sagt Pfarrer Klaus Honermann. Es ist eine eigene Atmosphäre in einer komplett leeren Kirche zu stehen und die Akustik ist einzigartig – das Echo mit dem Esel aus Wesel funktioniert einwandfrei.

Die Kirche, die im Jahr 1914 erbaut wurde und ohne große Zerstörung den 2. Weltkrieg überstanden hat, wurde zuletzt 1970 renoviert und danach noch einmal gestrichen. „Das sah man jetzt auch und deshalb stand eine Komplettsanierung einfach an. Die Böden waren schadhaft und Feuchtigkeit drang durch. Außerdem ließ die Elektrik stark zu wünschen übrig“, so Pfarrer Honermann. Nach reiflicher Überlegung und Planungen, die bereits seit mehreren Jahren erfolgten, kam es zu dem Schritt, „es ordentlich zu machen“.

Für die nächsten 40 bis 50 Jahre muss das halten. Deshalb wird auch nicht gekleckert: Der Boden ist rausgerissen und wird mit Beton neu aufgefüllt. Der Altarraum kommt mittig vor den großen Chorraum und links und rechts davon stehen wieder die Seitenbänke. Diese werden aber aus Teilen der anderen Bankreihen gefertigt. „Wir werden nur noch zwei Bankreihen links und rechts haben, so dass die Seiten an den Pfeilern frei bleiben. Für Sondergottesdienste, wie Kommunionfeiern und Weihnachten, werden zusätzliche Stühle gestellt – wir planen also den Normalfall und nicht den Sonderfall“, erklärt Klaus Honermann. So werden zwar rund 100 Plätze weniger sein, aber mit etwa 400 Sitzmöglichkeiten ist noch genug Platz für alle, die an den regelmäßigen Gottesdiensten teilnehmen.

 

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Baustelle Kirche - es gibt noch viel zu tun, bis Ende November der Einzug in die renovierte Kirche erfolgen kann.

Über eine besondere Entdeckung freut sich der Pfarrer besonders. Rechts vom Altar wurde eine Wölbung entdeckt, die noch Originalmalerei von 1914 erkennen lässt. Dort war einfach eine Wand vorgesetzt. Diese Wölbung wird natürlich aufgearbeitet und erhalten, ist sie doch Zeichen der Vergangenheit. Die Kosten für die aufwendige Renovierung übernimmt zum größten Teil das Bistum Münster. Rund 900.000 Euro sind veranschlagt, davon muss die Gemeinde einen Eigenanteil von 100.000 Euro beisteuern. Seit dem vergangenen Sommer werden Spenden gesammelt. Und mit Stolz erzählt Pfarrer Honermann, dass schon 75.000 Euro zusammengekommen sind. „Und wir haben noch einige Veranstaltungen, wie das Scheunenfest am kommenden Samstag auf dem Hof Möllman und das Pfarrfest im Sommer, bei dem wir mit Einnahmen rechnen dürfen.“ Somit ist er auch zuversichtlich, dass es klappt einen neuen Altar und ein Ambo aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Dann wäre alles aus einem Guss und es müsste nicht erst ein Provisorium eingesetzt werden.

Besonders froh ist die Gemeinde darüber, dass die alten Altarelemente nicht verworfen wurden, sondern ihren Platz in der Gemeinde gefunden haben. Das Ambo steht auf dem alten Friedhof im Park, der Altar wurde auf den neuen Friedhof gestellt und das Tabernakel befindet sich jetzt im Park des Marienheimes und eine Lichtersäule bietet Platz für Kerzen, die entzündet werden, wenn ein Bewohner des Marienheimes verstirbt. „Es ist gut, dass diese Elemente mit Respekt behandelt werden und nicht auf dem Müll landen“, sagt Klaus Honermann. Der Anstrich der Kirche wird in etwas dem ähneln, wie es bisher war. Die Malerei über dem Chorraum wird abgehängt, weil sie stilistisch nicht so gut ins Konzept passt. Es wird also weiter gebaut in der Gemeinde St. Ludgerus und das nicht nur am Kirchengebäude - auf einer Klausurtagung hat sich der Pfarrgemeinderat mit den inhaltlichen Perspektiven der Kirche befasst und blickt positiv in die Zukunft. Die Gemeinde wird sich freuen!

Die Gottesdienste finden für die Zeit des Umbaus samstags um 18 Uhr, sonntags um 7.30 Uhr, 9 Uhr und um 10.30 Uhr in der Aula des Marienheims statt. Für die Sondergottesdienste zu Ostern und zur Erstkommunion stellt die Evangelische Gemeinde St. Georg die Kirche zur Verfügung. „Bei den regelmäßigen Gottesdiensten haben wir eine Messe pro Wochenende mehr angesetzt, weil der Platz sonst sehr begrenzt wäre. Der Vorteil ist dabei die familiäre Atmosphäre, die mit einer kleineren Kirchenbesucherzahl erreicht wird“, sagt Pfarrer Honermann. Gleichzeitig spricht er seinen Dank für die Unterstützung des Marienheims und der Evangelischen Gemeinde aus. Und natürlich bei den Gemeindemitgliedern, die sich hervorragend auf die neue Situation eingestellt haben und die Renovierung auch tatkräftig unterstützen. GJ

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