Die Königin der Beeren

Rot, prall und zuckersüß, das sind die Attribute, die die Erdbeeren von den Kirchhellener Feldern auszeichnen – Qualität der Beeren stimmt

Durch das ganze Dorf zieht sich der Duft von frischen Erdbeeren. Kein Wunder, sind die Felder in und um Kirchhellen doch gut bestückt mit den roten Beeren. Rund 40 Hektar an Erdbeerfeldern bewirtschaftet der Landwirt Jörg Umberg. Und nicht nur er ist von der Qualität der Beeren in diesem Jahr begeistert.

Auf den Feldern, die seit einigen Wochen zur Selbstpflücke geöffnet sind, freuen sich kleine und große Erdbeerfreunde über die Fülle der saftig-süßen Früchte. Denn suchen muss man hier nicht lange. In den endlosen Reihen der Umbergschen Felder recken und strecken sich die Beeren der Sonne entgegen und die war ihnen in den letzten Wochen ja wohl gesonnen. Und wer nicht selbst pflücken möchte, der kann die Erdbeeren von Umberg auch Körbchenweise im eigenen Hofladen kaufen. Natürlich kommen auch diese frisch vom Feld. Und daneben warten auf die Kunden eine Vielzahl an leckeren Erdbeerprodukten.

Wie wäre es zum Beispiel mal mit Erdbeernudeln?
Auf dem Sonnenhof an der Ortsgrenze zu Gahlen hat man sich auch in diesem Jahr wieder ein buntes Programm rund um die rote Beere überlegt. Im Erdbeer-Café dürfen die Früchte zum Beispiel in allerlei Variationen genossen werden. Die Kinder können derweilen die Natur entdecken. Auf dem Barfußpfad zum Beispiel oder seit neuestem auch auf dem Rücken der Pferde. Immer donnerstags und samstags dürfen die Kleinen nämlich auf dem Ponyrücken den Sonnenhof erkunden. Natürlich steht aber Naschen auch hier an erster Stelle. Wer möchte, der kann hier sogar die Früchte seines eigenen Feldes ernten. Das Erdbeer-Leasing macht es möglich. Mit Erwerb einer Leasing-Urkunde, können Erdbeerfans für eine Saison die Erdbeerpflanzen ihr Eigen nennen. Und natürlich erntet man auch hier nur die berühmten Sonnenhofbeeren. „Die Sonnenhofbeere ist wirklich einzigartig im Geschmack“, sagt Martin Manns.

 

Da es sich um eine sehr weiche Beere handelt, sollte sie nach dem Pflücken am besten sofort verzerrt werden. In der Kirchhellener Landlust wurden schon Ende April die ersten Himmelbeeren geerntet. Seit Mai sind nun auch die Selbstpflücker zum „pflücken ohne bücken“ eingeladen. Was im vergangenen Jahr mehr als Experiment begonnen hat, hat sich zu einem wahren Erlebnis entwickelt. Die Himmelbeeren, die nicht auf dem Boden, sondern auf speziellen Stellvorrichtungen wachsen sind nämlich nicht nur geschmacklich der Hit. „Für viele unserer Kunden ist entscheidend, dass die Erdbeeren absolut sauber sind und frei von Druckstellen“, sagt Martin Manns. Zudem können hier alle dem Erdbeerpflücken frönen, auch wer sich nicht mehr bücken kann oder will. „Wir bekommen immer mehr Anfragen von Altenheimen, die uns einen Besuch abstatten, denn auch mit dem Rollstuhl oder dem Rollator kann man die Himmelbeeren bequem ernten“, sagt Martin Manns.

Mit eigenen Eimern und Körbchen sind die Pflückbegeisterten auch auf den Feldern vom Hof Aldenhoff und der Gemüsescheune Holthausen unterwegs. Auf den Feldern der Familie Miermann wird derzeit die Sorte Sonata gepflückt. „Unser Selbstpflückfeld ist in diesem Jahr etwas versteckt hinter unserem Hofladen“, sagt Angelika Miermann. Die Qualität der Beeren ist aber die gleiche. Den Kunden schmeckt es jedenfalls.

Auf den Feldern von Aldenhoff erntet man dagegen die Sorten Eljany und Florenz. „Diese eignen sich bestens zum Marmelade kochen“, schwärmt Melitta Aldenhoff-Trümper. Übrigens brauchen selbst die Duisburger nicht auf den besten Kirchhellener Geschmack zu verzichten, denn auch hier bewirtschaftet das Team von Aldenhoff ein Erdbeerfeld und lädt zum Selberpflücken ein. gk

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