Runter mit dem Fell

Auch für die Alpakas rückt der Sommer näher, ihr Fell muss daher ab

Leo ahnt, was gleich passieren wird, und daher flüchtet der scheue Alpaka-Hengst schon einmal vorsichtshalber vor Horst Nachtmann und seiner Schere. Denn sprichwörtlich ans Fell soll es der kleinen Grafenwälder Alpakaherde rund um den ängstlichen Leo nun gehen. „Temperaturen bis zu 25 Grad sind noch auszuhalten für die Tiere, doch wenn es wärmer wird flüchten sie sich nur noch in den Schatten“, sagt Horst Nachtmann. Daher muss sie runter, die Wolle. Die Schur wird aber nicht bei dem Alpakavater gemacht, dazu bringt er seine Schützlinge zu einem Schermeister. Hier verliert jedes der Tiere etwa vier Kilo Wolle.

„Nach der Schur wird die Wolle gewaschen und anschließend kardiert“, erklärt der Grafenwälder. Je nach Qualität wird dann festgelegt, wofür die Wolle zu gebrauchen ist. „Leo hat ein ganz weiches, tolles Fell. Seine Wolle eignet sich prima zum Füllen von Kopfkissen.“ Die festere Wolle wandert hingegen in die speziellen Hundekissen, die Horst Nachtmann gemeinsam mit Sabine Kurzenacker vertreibt. Wer genau hinsieht, der erkennt, dass das Alpakahaar leicht geschwungen ist. „Daher ist es auch so ein guter Klimaregulator“, sagt Horst Nachtmann. Auf Grund des kalten Winters ist das Fell der Tiere besonders dicht und schön gewaschen und verspricht so beste Qualität. Bis das Fell seiner Alpakas nun gänzlich runter kommt, hat Horst Nachtmann den vier Wollknäulen zwei Plantschbecken aufgestellt, in denen sie an heißen Tagen ein kühles Bad nehmen können. Und Leo, Küsschen und Co. wissen die Erfrischung wirklich zu schätzen.

Übrigens, nach der Schur geht es für die Stuten zum Decken. Horst Nachtmann hofft dann im nächsten Jahr drei kleine Alpakajunge auf seiner Wiese begrüßen zu können. „Wenn die Stuten trächtig werden, dürfen wir uns in knapp einem Jahr über Nachwuchs freuen." gk


Weitere Informationen zu den Alpakas erhalten Sie auf der Seite http://alpaka-kuesschen.de

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