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Der Ernst des Lebens beginnt

Aber trotz Einschulung darf auch der Spaß nicht zu kurz kommen

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Nach der Einschulung beginnt für Kinder ein neuer Lebensabschnitt, der auch das Leben der Eltern verändert.
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„Jetzt beginnt der Ernst des Lebens“ – Diesen Satz haben wir früher nicht gerne gehört, verhieß er doch irgendwie nichts Gutes, ohne dass man genau wusste, wer oder was der „Ernst“ denn nun sein soll. Erst darf man sich den Tornister aussuchen, bekommt Etui, Stifte und Hefte, dazu die prall gefüllte Schultüte. Wo ist das denn weniger spaßig als die lässige Kindergartenzeit?

Nun ja, im Grunde stellt sich dann schnell heraus, dass diese Utensilien die Kinder vermutlich nur ablenken sollen von der neuen Verantwortung, die auf einen zukommt: Der Schulweg wurde mit den Eltern eingeübt, damit man ihn als I-Männchen ab sofort eigenverantwortlich gehen kann, von morgens bis mittags muss man sich an einen festgelegten Stundenplan halten und sich zu Hause auch noch darum kümmern, dass die Hausaufgaben für den nächsten Tag erledigt werden. Inzwischen bleibt es nicht dabei, die Zeit, die Grundschüler schon in der Schule verbringen, dehnt sich immer weiter aus. In Zeiten von zwei berufstätigen Elternteilen, OGS und G8 weht bereits für Erstklässler ein neuer Wind.

Für das Schuljahr 2011/2012 werden in Kirchhellen, Grafenwald und Feldhausen in der kommenden Woche laut Stadt insgesamt 173 Kinder eingeschult. Davon verzeichnet die Johannesschule 34 neue Schülerinnen und Schüler. Die Gregorschule wird mit 47 Kindern starten, die Matthias-Claudius-Schule begrüßt insgesamt 27 „i-Männchen“, der Teilstandort Feldhausen 24 Kinder. In Grafenwald werden 41 Schülerinnen und Schüler die erste Klasse der Grundschule besuchen. Die Zahlen zeigen es: Der allgemeine Trend geht nach unten, so heißt es auch von der Stadt Bottrop. Die steht damit natürlich nicht allein da, denn in ganz Deutschland verzeichnet man immer weniger Geburten und somit immer weniger schulpflichtige Kinder eines Jahrgangs. Der Trend zeigt aber auch, dass Eltern zwar weniger Kinder haben, aber die Kinder, die sie haben, stehen dabei absolut im Fokus der Aufmerksamkeit. Sportverein, Nachhilfe, Musikunterricht – der Stundenplan hat längst über die Schule hinaus Einzug in den Alltag der Kinder erhalten.
 

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Immer weniger Kinder gehen zu Fuß zur Schule...
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Das bedeutet aber auch, dass Eltern ihre Kinder überall hinfahren, um effektiv in der Zeit zu sein. In einer Studie des Geographischen Instituts der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in Kooperation mit dem Policy Studies Institute (PSI) der Universität Westminster wollen Wissenschaftler herausfinden, wie sich die Mobilität von Kindern in den vergangenen Jahren verändert hat. Seit 1970 sinkt diese nämlich stetig. „Generell kommen heute weniger Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule als noch vor zwanzig Jahren“, heißt es von Seiten der Forscher Dr. Andreas Redecker und Björn Frauendienst der Ruhr-Universität.

Außerdem werden immer mehr Kinder beim Schulweg von Erwachsenen begleitet, was auf dem ersten Blick sicherer erscheint, auf dem zweiten aber auch negative Folgen haben kann, so Björn Frauendienst: „Die reduzierte Selbstständigkeit der Kinder steht allerdings auch im Zusammenhang mit einer schlechteren physischen Konstitution, mangelnder Raumkenntnis und dem Fehlen von realen Übungsmöglichkeiten, wie sich Kinder sicher im Verkehr verhalten sollen.“

Die alleinige Verantwortung für den Schulweg hat also pädagogisch gesehen ihren Sinn, wenn der Schulweg von der Strecke her auch zu leisten ist. In NRW können sich Eltern die Grundschule für ihre Kinder aussuchen. Natürlich wählen sie eine, die sie für ihr Kind als beste erachten, der Schulweg verlängert sich daher oft zusätzlich. Auch in Kirchhellen ist der Schulweg für einige Kinder, die in Randbezirken wohnen doch sehr weit, eine sichere Straßenüberquerung nicht immer gewährleistet, so dass viele Eltern ihre Kinder aus Sicherheitsgründen lieber mit dem Auto zur Schule fahren. Von Beginn des neuen Schuljahres bis zum 23. September werden die Mitarbeiter der Verkehrswacht Bottrop wieder verstärkt an den Schulen im Einsatz sein.
 

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... sondern werden mit dem Auto gefahren.
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Eltern wird geraten, die Kinder sorgfältig vorzubereiten, nicht nur den Schulweg einzuüben, sondern auch auf Geschwindigkeiten und Gefahren aufmerksam zu machen. Reflektoren an der Kleidung sind vor allem aufgrund des nahenden Herbstes wärmstens empfohlen.

Und für die Eltern, die mit dem Auto zur Schule fahren, gilt natürlich: Vorsichtig fahren, denn es sind noch viele andere Kinder unterwegs. Besser ist es mit dem Wagen nicht direkt bis zum Schultor vorzufahren, sondern in sicherem Abstand zum Schulgelände eine Stelle zu finden, an der man seine eigenen Kinder herauslassen kann, so die Empfehlung der Verkehrswacht.

Weil der Spaß jedoch nicht zu kurz kommen soll, finden Sie auf den folgenden Seiten alles rund um den schönsten Tag im Jahr: den Geburtstag der Sprösslinge und vor allem, wo er sich gut feiern lässt. js

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