Fuchsien sind seine große Leidenschaft

Der Grafenwälder Josef Löns erntete auf der Bundesgartenschau in Koblenz einen Medaillenregen

Mit einer Goldmedaille hatte er ja gerechnet, aber dass es gleich siebenmal Gold und zweimal Silber werden würde, das hat Josef Löns aus Grafenwald sich nicht erträumen lassen. Zudem wurde er mit dem Ehrenpreis des NRW-Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft für eine Auswahl von Fuchsiensorten in kunstvoll gestalteten Darstellungs- und Wachstumsformen ausgezeichnet.

Aber eigentlich wundert es dann doch nicht, wenn man sieht, mit welcher Leidenschaft der 47-jährige Gärtnermeister seine Fuchsien hegt und pflegt. „Gleich nach der Lehre habe ich begonnen, Fuchsien zu züchten. Nach und nach kamen mir dann die Ideen, besondere Formen und Gestaltungen in die Stämme zu bringen. Vor 14 Jahren war ich zum ersten Mal auf der BUGA in Gelsenkirchen und habe einen Preis gewonnen“, erzählt Josef Löns.

Die erste Fuchsie, die er 1979 mit besonderer Hingabe gezüchtet hat, nannte er Klara und sie gehörte mit zur Familie. „Meine Kumpel haben immer nett gefragt, wie es denn Klara so gehe. Das hat mich angespornt und so bin ich dazu gekommen, immer neue Kreationen auszuprobieren.“ Und es hat sich mächtig gelohnt. Fast eine Woche standen die Blumen in der Halle in Koblenz, um sich dort den Besuchern und Preisrichtern zu präsentieren. Man sehe es ihnen an, dass sie aus ihrer gewohnten Umgebung in Grafenwald raus mussten, meint Josef Löns, der seine Fuchsien nun bis zum Wintereinbruch wieder aufpeppeln wird. Ob er in zwei Jahren zur nächsten Bundesgartenschau nach Hamburg fährt, weiß er noch nicht – die ältesten Fuchsien sind fast 23 Jahre alt und viel älter als 25 Jahre schaffen es die Pflanzen nicht, dann ist die Kraft raus. gj

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