Besuch aus China in der Hauptschule

Chinesische Lehrerin war zu Besuch an der Hauptschule in Kirchhellen – die Schüler lernten ein paar Brocken Chinesisch

Drei Wochen Kirchhellen – dass das viel zu kurz ist, hat Yang Xi, die als Austauschlehrerin an der Hauptschule Kirchhellen unterrichtete, sofort gemerkt. „Alles ist interessant hier und die Schüler sind sehr freundlich“, sagt die 26-Jährige und lächelt.

Trudel Zeltinger-Reinbold, Fachlehrerin an der Hauptschule, hatte vor einiger Zeit eine Bewerbung an den Pädagogischen Austauschdienst geschrieben und sich um eine Austauschlehrkraft beworben. Somit kam Yang Xi – wobei Xi der Vorname ist, der so viel bedeutet wie „Sonnenschein“ – zum ersten Mal aus der acht Millionen Metropole Wuhan nach Europa, und dann gleich nach Kirchhellen. „Ich wollte gerne jemanden aus anderen Kulturkreisen, um unseren Schülern hier vom Schulleben in fernen Ländern berichten zu können. Dass es China wurde, war Glück, denn ich interessiere mich persönlich schon länger für dieses Land“, sagt Trudel Zeltinger-Reinbold.

Die Kinder haben Yang Xi sehr freundlich aufgenommen und waren interessiert an ihren Berichten. Dass in China eine Klasse immer aus rund 45 Kindern besteht und der Schultag von 7.30 Uhr bis 20 Uhr geht, hat sie umso mehr beeindruckt. „Bei uns ist vieles anders, einiges besser, einiges scheint mir in Deutschland einfacher zu sein. Aber hier wie dort gibt es gute Schüler und weniger gute, nette und weniger nette – da unterscheidet sich nicht viel“, erklärt Yang Xi. In den drei Wochen hat die junge Lehrerin, die fließend Deutsch spricht, außer Kirchhellen natürlich auch noch mehr gesehen – auf dem Programm standen Köln und Münster und Apfelkuchen backen. „Ich habe noch nie einen Kuchen gebacken, das gibt es in China nicht. Der Kuchen war sehr lecker!“ gj

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