Das Mühlrad glänzt wieder

Das neue Mühlrad an der oberen Burgmühle wurde mit viel Liebe zum Detail restauriert und dreht sich nun wieder

Schermbeck - Sie klappert wieder: Schermbecks Wahrzeichen an der oberen Burgmühle, das sich im Besitz der Familie Prinz befindet, ist mit einem neuen Mühlrad ausgestattet und dreht sich wieder. Metallgestalter Ludger Zens hatte sich über den Auftrag „an einem ruhenden Pol in Schermbeck" sehr erfreut gezeigt. Wie bei so vielen Baustellen in alten Gemäuern erlebte Zens auch bei dieser eine Überraschung, denn das Mauerwerk war marode. Für das Rad mit einem Durchmesser von immerhin vier Metern wurden zweieinhalb Tonnen Stahl verarbeitet. Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter berichtete, dass der Zerfall des Mühlrades und eine Renovierung schon seit vier Jahren ein Gesprächsthema war. Schließlich habe man Kontakt mit der RWW aufgenommen, die sich bereit erklärte, das Wahrzeichen Schermbecks durch den Bau eines neuen Mühlrades zu erhalten.

Insgesamt 30.000 Euro kostete die Erneuerung, die auch von der Kulturstiftung unterstützt wurde. Brigitte Straus befürwortet aufgrund der Bedeutung des Bauwerkes für die Schermbecker Bürger die Idee. Sie betont: „Die alte Mühle war hässlich, deswegen tragen wir als Kulturstiftung gerne etwas zu ihrer Sanierung bei.“ Dipl. Ing. Henrik Fasselt, von dem gleichnamigen Bauunternehmen, kam mit einem Scheck zur offiziellen Übergabe des Mühlrades. Die Firma Fasselt hat das neue Mauerwerk errichtet. Der Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter hatte zum Abschluss der Inbetriebnahme auch noch eine kleine Geschichte zur Mühle parat. Er verriet, dass in der Mühle unzählige Angeln lagerten, die einkassiert wurden, wenn jemand beim unerlaubten Angeln im Teich erwischt wurde. Eine von ihm – aus Jugendzeiten versteht sich – sei auch dabei, verriet er augenzwinkernd. GEG

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