Kein Bergbau auf Biegen und Brechen

Bergbaugegner zufrieden mit ihrer Protestaktion – Schlichtungsstelle ist Anlaufstelle für betroffene Bürger

Kirchhellen - Die Aktion des Initiativkreises Bergbaubetroffener Bürger (IBB) gegen die Überschreitung des ursprünglich genehmigten Abbaurahmens durch das Bergwerk Prosper-Haniel geht weiter.

In Briefen an die Ministerpräsidentin des Landes NRW, Hannelore Kraft und an weitere Minister, Landesvorsitzende und Behörden haben der IBB und interessierte Bürgerinnen und Bürger der Forderung nach einer Aussetzung grenzüberschreitender Abbaumaßnahmen Nachdruck verliehen. Die Rückmeldungen der Politiker und der Behörden sind unterschiedlich. „Einige haben sich gar nicht gemeldet. Heftig ist die Rückmeldung der Bezirksregierung, die unser Anliegen ablehnt und dafür eine kuriose Rechtsgrundlage geschaffen hat. Da werden wir noch einmal nachhaken“, sagt Michael Farien, Vorsitzender des IBB. Auch das Thema „Nulllinien-Verschiebung“ ist für den IBB noch lange nicht beendet. „Da würde uns interessieren, ob es außerhalb der ehemaligen Nulllinie schon Regulierungen seitens der RAG gibt.“

Die Schlichtungsstelle Bergschaden in NRW zieht eine gute Bilanz ihrer Arbeit. Dorthin können sich Privatpersonen, kleine und mittlere Handwerks- und Geschäftsbetriebe oder vergleichbare Personen wenden, an deren Eigentum im Einwirkungsbereich des Steinkohlenbergbaus Schäden entstanden sind und deren Ursache sie in bergbaulichen Einwirkungen vermuten, über deren Regulierung jedoch bislang kein Einvernehmen mit dem als Verursacher in Betracht kommenden Bergbauunternehmen zu erzielen war. Dieses Verfahren ist für die Antragsteller kostenlos. gj

Weitere Informationen gibt es unter www.metropoleruhr.de.

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