Gladbeck - Die Stadt Gladbeck dankte beim diesjährigen Sommerfest des Bürgermeisters auf dem Kotten Nie engagierten Gladbeckern für ihr ehrenamtliches Tun. Die Rheinisch Westfälische Wasserwerksgesellschaft RWW und LebensArt vergaben in diesem Rahmen die Auszeichnungen für die Gewinner des Wettbewerbs „Menschen machen´s möglich“ und sorgten damit für strahlende Gesichter und die ein oder andere Träne.
Bei schönem Wetter kamen rund 150 Gäste der Einladung des Bürgermeisters nach und feierten mit der Stadtspitze ein Sommerfest und ein bisschen auch sich selbst. Musiker Rainer Migenda sorgte in bekannter Weise für Unterhaltung und Max Rickert zeigte eine eindrucksvolle Vorstellung mit Jonglage, Ballkunst und Diabolo. Bei Gutem vom Grill, einem Salat-Buffet und Getränken ließ es sich unter den Bäumen am Kotten Nie bestens aushalten. „Sie alle tragen dazu bei, dass in unserer Stadt vieles möglich ist“, dankte Bürgermeister Ulrich Roland den Gästen. „Denn unabhängig vom Ausgang des Wettbewerbs ist das Engagement eines jeden von Ihnen für unsere Stadt unverzichtbar“, so Ulrich Roland weiter.
Sechs nominierte Gladbecker wurden beim Sommerfest für ihr Engagement besonders ausgezeichnet und als Preisträger des Wettbewerbs „Menschen machen’s möglich“ geehrt. Die drei Hauptgewinner erhielten jeweils einen Geldbetrag in Höhe von 1.000 Euro für „ihren“ Verein:
Helga Barczik – „Sie ist Gründungsmitglied des Vereins „Sport für betagte Bürger“ und übernimmt seit mehr als 35 Jahren Verantwortung im Vereinsvorstand. Wichtige Projekte wie der Sport in der Krebsnachsorge, Sport und Diabetes und Sport bei Wirbelsäulenerkrankungen gehen auf ihre Initiative zurück. Helga Barczik weiß, dass „Bewegung Balsam für Körper und Seele ist, vor allem in schwierigen Lebenslagen“, lobte Ulrich Roland die Gladbeckerin, die bereits 2007 mit der Stadtplakette ausgezeichnet wurde. Das Geld möchte Helga Barczik in Sportartikel investieren, die den Vereinsmitgliedern dann zur Verfügung stehen. „Ich möchte allen, die für mich und somit für unser gemeinsames Anliegen gestimmt haben, ganz herzlich danken. Meine Arbeit ist nur stellvertretend für das viele Engagement der anderen Mitstreiter im Verein.“
Alfred Künne – Seit vielen Jahren engagiert er sich für den „Reha- und Behindertensportverein RBS Gladbeck“ mit viel Elan, kümmert sich um den vereinseigenen Bus, wirbt um Sponsoren, betreut die Herzsportgruppe und ist stets mit großer Freude im Einsatz. Seine persönliche Leidenschaft ist das Bosseln, eine beliebte Sportart bei den Behindertensportlern, bei der zwei Mannschaften gegeneinander antreten und mit gezielten Würfen ihre Bosseln über das Feld schieben. Als Mannschaftsführer der Bossler im RBS sicherte er sich mit seiner Mannschaft den Landesmeistertitel und das Ticket für die Deutschen Meisterschaften im Oktober. Bürgermeister Roland: „Seine Menschlichkeit, sein offenes, freundliches Wesen zeichnen ihn besonders aus“. Alfred Künne weiß auch schon, wohin das Preisgeld fließen wird: „Wenn wir im Oktober zu den Deutschen Meisterschaften fahren, brauchen wir eine Übernachtungsmöglichkeit. Das Geld werden wird dahingehend nutzen.“
Monika Thünker – Für sie liegt das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde. Seit mehr als 30 Jahren organisiert die Pferdefreundin für den Reiterverein Gladbeck Turniere und Feste, kümmert sich um die zwölf vereinseigenen Pferde und hat stets ein offenes Ohr für die Anliegen der 450 Mitglieder, deren Vorsitzende sie seit sechs Jahren ist. Monika Thünker wird die Reitanlage verschönern und dazu einen Teil des Geldes nutzen. Auch eine neue Pinnwand soll davon angeschafft werden.
Die Anerkennungspreise gingen an: Claudia Heinrich, Hubert Hengstermann und Ute Rohde. Claudia Heinrich koordiniert die Schwimmabteilung des VfL Gladbeck, hat als Übungsleiterin über 500 Kindern das Schwimmen beigebracht und ihnen das „Seepferdchen“ oder Bronzeabzeichen verliehen. Mit ihrem Namen ist das Landesprogramm „NRW. lernt schwimmen“ eng verknüpft.
Hubert Hengstermann ist seit mehr als zwanzig Jahren mit dem Jugendfußball beim BV Rentfort verbunden. Als Jugendleiter gilt sein Engagement 13 Mannschaften, 300 Kindern und Jugendlichen, die sich im Verein tummeln. Generationen von fußballbegeisterten Jugendlichen hat er an den Sport herangeführt. Viele spielen inzwischen in den Seniorenmannschaften oder anderen Gladbecker Vereinen. „Fair und offen – so geht er auf die Menschen zu. Der BV Rentfort ist seine sportliche Heimat“, lobte Ulrich Roland den Jugendleiter des BV Rentfort.
Ute Rohde ist Leiterin der Minigruppe im Evangelischen Gemeindehaus in Rentfort. Ihre Schützlinge sind zehn Monate oder höchstens zwei Jahre alt, mit ihnen und ihren Eltern spielt, bastelt und singt sie und sorgt für eine „Wohlfühl-Oase“. Die Mini-Gruppe ist zugleich Treffpunkt für Mutter und Kind, hier erhalten die Eltern Anerkennung und Hilfe, heißt es in der Laudatio.
Dr. Franz-Josef Schulte, Geschäftsführer der RWW überreichte die Auszeichnungen sowie die Schecks. Alle Preisträger bedankten sich für ihre Auswahl und zeigten sich hocherfreut über ihre Gewinne. LebensArt-Redakteurin Gabriele Knafla, die Blumen und Geschenke überreichte, ist sicher, dass eine Neuauflage des Wettbewerbs nicht lange auf sich warten lassen wird. gj
Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für Ihr vorbildliches Engagement!