Nachwuchs bei den Alpakas

Stute Küsschen hat vor einem Monat den kleinen Kasim zur Welt gebracht – Horst Nachtmann ist nun stolzer Besitzer von acht Alpakas

Kirchhellen - Tapsig stapft der kleine Kasim über die Wiese und streckt seine Nase vorsichtig der Handvoll Trockenfutter entgegen, die Horst Nachtmann ihm entgegenstreckt. Mit seinem neugierigen Blick erobert das ein Monat alte Alpaka-Junge alle Herzen im Sturm, während Mama Küsschen aufmerksam über ihren Kleinen wacht. „Ein Sprichwort sagt, dass man sich auf einer Alpaka-Wiese nicht zanken kann, da die Tiere mit ihrem freundlichen Gesicht eine gewisse Grundzufriedenheit ausstrahlen“, erklärt Horst Nachtmann, stolzer Besitzer von insgesamt acht Alpakas.

Die wuscheligen Paarhufer mit den großen schwarzen Knopfaugen haben schließlich eine äußerst beruhigende Wirkung. „Anfassen lassen sie sich nicht so gerne“, verrät Nachtmann, der seit knapp vier Jahren Alpakas auf der großen Wiese hinter seinem Haus hält. Es seien eher Tiere zum Anschauen. „Ich könnte ihnen stundenlang zusehen. Da braucht man keinen Fernseher.“ Kein Wunder, dass der Verkauf der Alpakas gut anläuft. „Es handelt sich um Herdentieren. Deshalb sollten sie mindestens zu dritt gehalten werden“, erklärt Horst Nachtmann. „Vor allem brauchen sie viel Platz.“ Vor Kälte schützt sie ihr dickes, flauschiges Fell. Im Frühjahr werden sie geschoren. „Es wird nicht umsonst Gottesvlies genannt. Die Wolle reguliert Wärme und Kälte, so dass kein Hitzestau entsteht.“ Deshalb verarbeiten die Nachtmanns die Alpaka-Wolle auch in Kissen, Decken oder Schlafsäcken. „Wichtig ist, dass Passanten die Tiere nicht füttern, da es viele Lebensmittel gibt, die nicht gut für Alpakas sind“, bittet Horst Nachtmann um Verständnis. „Wer diese sanften Tiere besitzt, kümmert sich auch gut darum und versorgt sie mit dem richtigen Futter.“ jh

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