Kirchhellen - „Nicht zum Ende des Jahres, wohl aber Ende 2014 wird die Rentenberatungsstelle in der Bezirksverwaltung Kirchhellen schließen“, sagt Magnus Thesing, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle. Das steht nun fest.
Zum 31.12.2014 soll die Rentenstelle in Kirchhellen aufgelöst werden und ist dann lediglich in Bottrop zu erreichen. Ebenso wie das Kirchhellener Standesamt. Zur Zeit gibt es in Bottrop und Kirchhellen noch zwei vollkommen eigenständige Standesämter, jedes für sich führt ein eigenes Register und ist für den eigenen Bezirk zuständig. Doch für Ende 2014 steht die Fusion der beiden Ämter an. Eine Tatsache, die vielen bitter aufstößt. Denn ob Aufgebote oder das Anzeigen von Sterbefällen, beides ist dann nur noch in Bottrop möglich. Heiratswillige, aber auch Bestatter müssen sich dann auf den Weg nach Bottrop machen.
Zur Zeit betreuen die Mitarbeiter der Rentenstelle aber auch andere Aufgaben, wie zum Beispiel die Hilfe bei Wohngeld-Anträgen oder Anmeldungen zur VHS und zum Theaterkreis. „Dafür haben wir bereits eine Lösung gefunden. Es wird ab 2015 einen Ansprechpartner im Bürgerbüro geben, der eben für diese Aufgaben da sein wird.“
Fest steht, die Beratung zur Rentenversicherung ist eine Pflichtaufgabe. Nur deren Umfang ist nicht gesondert festgelegt. „Wir geben diese Aufgabe nicht auf, sondern zentralisieren sie in Bottrop“, sagt Magnus Thesing. Betonen möchte der Leiter der Bezirksverwaltungsstelle außerdem, dass die Umstrukturierung keine Kündigungen nach sich ziehen. Das Personal wird mit dem Amt nach Bottrop umziehen. Marita Hackfurth wird als Versicherungsälteste weiter Ansprechpartnerin sein.
Und auch die Angst vieler Kirchhellener, die Bezirksverwaltungsstelle könne irgendwann ganz schließen, kann der Leiter der Bezirksverwaltung den Bürgern nehmen. „Laut Gemeindeverordnung muss eine Bezirksverwaltung in jedem eigenen Stadtbezirk vorhanden sein. Da Kirchhellen eben ein eigenständiger Stadtbezirk Bottrops ist, muss es auch hier eine Bezirksverwaltungsstelle geben.“
Für ein Jahr können die Kirchhellener nun noch vollumfänglich das Angebot in der Bezirksverwaltungsstelle nutzen. Es scheint aber so, dass die meisten auch nicht gegen die Veränderungen sind. Proteste gab es lediglich vereinzelt.
„Unsere Mitarbeiter wurden von einigen wenigen gefragt, wie es weiter geht, einen großen Aufschrei hat es nicht gegeben“, sagt Magnus Thesing. gk