Kirchhellen - „Vorlesen ist toll“, stellt Andrea Schwarzer, Mitarbeiterin der Bibliotheksfiliale Kirchhellen, gleich zu Beginn des Projekts „Lesestart“ fest. Um auch Eltern und ihre Kleinsten davon zu überzeugen, gibt es das Projekt „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und von der Stiftung Lesen umgesetzt wird. Dazu eignet sich selbstverständlich nichts besser als vorzulesen.
Fotos: Melanie Hötten
Bereits im Februar und März konnten Eltern mit ihren Kindern ab drei Jahre in die Welt der Geschichten eintauchen. Denn mit dem Vorlesen kann man nie früh genug beginnen. „Es ist nachgewiesen, dass Kinder, denen nicht vorgelesen wird, einen Grundwortschatz von 2.500 Wörtern besitzen, wenn sie in die Grundschule kommen. Kinder, denen hingegen regelmäßig vorgelesen wird, können ihren Grundwortschatz auf bis zu 25.000 Wörter erweitern. Dieser enorme Unterschied kann rückwirkend kaum noch aufgeholt werden.“ Dabei ist nicht nur das Vorlesen selbst von Bedeutung. Vielmehr gehörten auch Kuscheln, Kommunikation und das Beschäftigen mit den Inhalten ebenso dazu. Das zeigte sich auch bei der Veranstaltung im Februar, bei der die Geschichte „Eine Dose Kussbonbons“ im Mittelpunkt stand. Mit von der Partie war auch die Handpuppe „Kängu“, die den kleinen Zuhörern den Einstieg in die Geschichte erleichterte und zum Mitmachen anregte.
Damit es auch zu Hause nicht an Vorlesestoff mangelt, wurde den Eltern am Ende der Veranstaltung die Lesestart-Tüte überreicht. Die ist nicht nur mit Informationsbroschüren rund um das Vorlesen ausgestattet, sondern beinhaltet auch das Buch „Apfelsaft holen“ von Thomas Müller. Darüber hinaus hatte das Team der Bibliotheksfiliale eine bunte Auswahl an Büchern vorbereitet, die sich nicht nur zum Vorlesen eignen, sondern Kinder und ihre Eltern auch zum gemeinsamen Entdecken einladen.
Buch-Tipps
Dass es bei „Ein Jahr in Wimmelhausen“ viel zu erkunden gibt, verrät schon der Titel. Das Pappbilderbuch lädt zu einer Reise durch die Jahreszeiten ein. Ostern und Weihnachten sind ebenso im Bilde festgehalten wie Sommer und Winter. Dank der vielen Personen, die durch das Buch wimmeln und den abwechslungsreichen Szenarien gibt es jedes Mal aufs Neue etwas zu entdecken. Damit eignet sich das Buch auch hervorragend zum mehrmaligen Durchstöbern.
Für Spannung und Action sorgt hingegen „Super-Edgar“ von Magali Huche. Der Elch mit flatterndem Umhang und einer Extraportion Mut verfolgt die Spur eines gemeinen Kuscheltier-Diebes. Um den Übertäter überführen zu können, benötigt Edgar allerdings die Hilfe der kleinen Zuhörer, die mitfiebern, -rätseln und Tipps geben können.
Ebenso tierisch geht es in „Die Schnecke und der Buckelwal“ zu. Damit die kleine Seeschnecke auch einmal etwas von der Welt sieht, nimmt sie der Buckelwal kurzerhand mit auf eine aufregende Reise durch die Unterwasserwelt. Vor allem die liebevollen Zeichnungen stoßen bei Groß und Klein auf Begeisterung. Als zusätzliche Besonderheit ist die Geschichte in Reimen verfasst, was eine abwechslungsreiche und neue Art des Vorlesens und Zuhörens ermöglicht.
Als Klassiker kann mittlerweile wohl schon „Lauras Stern“ bezeichnet werden. Diese Geschichte eignet sich, wie auch alle anderen Empfehlungen der Bücherei, bereits für Kinder ab drei Jahren. Als Buch ist „Lauras Stern“ eine tolle Alternative zur DVD. mh
Termin
Am 30. April 2014 um 15 Uhr findet der nächste Vorlese-Nachmittag statt. Um eine vorherige Anmeldung unter (02045) 4 12 60 oder in der Bibliotheksfiliale, Auf der Bredde 4, wird gebeten.