Von der Piste aufs politische Parkett

Die CDU stellt ihren Kandidaten für das Amt des Bezirksbürgermeisters vor – Ludger Schnieder soll nach der Kommunalwahl Nachfolger von Margot Hülskemper werden

Kirchhellen - Mit seinem neuen Amt muss Ludger Schnieder noch etwas warm werden, denn mit Politik hatte er bisher wenig Berührungspunkte. Dennoch bewegte sich der Kirchhellener bei seiner ersten Pressekonferenz schon recht sicher über das politische Parkett.
 

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Margot Hülskemper wünscht Ludger Schnieder als neuem CDU-Bezirksbürgermeisterkandidaten alles Gute.
Fotos: Gabriele Knafla

Tatsächlich war es ein Skiunfall, der ihn auf das politische Tableau brachte. Dieser riss ihn aus seiner aktiven Tätigkeit bei der Feuerwehr heraus. „Ich wollte mich trotzdem weiter für Kirchhellen engagieren“, sagt Ludger Schnieder. In der Politik fand der Kirchhellener nun nicht nur eine neue Aufgabe, sondern eine Berufung. „Ich starte politisch sozusagen von Null auf 100.“ Aber, was Ludger Schnieder an Erfahrung in der Politik fehlt, das ist er manch politischem Vertreter an Erfahrung, wenn es um das Dorf geht, voraus. Der gebürtige Kirchhellener ist zweifacher Familienvater, von Beruf OP-Koordinator im Marler Krankenhaus und war 2008 Schützenkönig. Er kennt das Dorf und seine Menschen, die hiesigen Vereine, die Wirtschaft und weiß um die Probleme und Herausforderungen, denen sich Kirchhellen stellen muss. Das Ehrenamt in den Blick zu nehmen und zu stärken sei ihm ein großes Anliegen, sagt der 54-jährige bei der Pressekonferenz. Rückendeckung bekommt er für seine Kandidatur aus den eigenen Reihen. Anette Bunse, die die CDU im Landtag vertritt, sagt: „Bei dem Amt des Bezirksbürgermeisters kommt es darauf an, dass man auf Menschen zugehen kann.
 

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Die Kirchhellener CDU Politiker haben sich für die Wahl und die Zeit danach große Ziele gesetzt.

Und das kann Ludger Schnieder. Zudem ist es wichtig, in der Sache sachlich und verbindlich zu sein und auch das zeichnet Ludger Schnieder aus.“ Und der Kirchhellener CDU Ortsvorsitzende Rainer Hürter sagt: „Für uns war die Neubesetzung des Bezirksbürgermeisterpostens eine schwierige Aufgabe. Dass Margot Hülskemper ihr Amt niederlegt, hat uns schwer getroffen. Wir haben aber Ludger Schnieder gewählt, weil er jemand ist, der Kirchhellen schätzt und von den Kirchhellenern geschätzt wird.“ Als neue Gesichter für den Rat stehen Claudia Lux, die für den Wahlkreis Grafenwald kandidiert und Ulla Steinmann für den Wahlkreis Feldhausen auf der Liste. „Unser Augenmerk liegt auch in der kommenden Legislaturperiode auf der Zusammenarbeit von Rat und Bezirksvertretung“, betont Rainer Hürter. Die wichtigen politischen Themen seien den Schulstandort Kirchhellen zu stärken, den Ort als Wirtschaftsstandort weiter zu entwickeln, eine Lösung für das Verkehrskonzept der Schneiderstraße herbeizuführen, den Flugplatz zu erhalten, aber die finanzielle Belastung der Stadt zu drosseln. Auch das Thema Bergschäden sei ein primäres Thema, dem sich die Partei stellen wird.

Darüber hinaus freue man sich über die Neubürger, die ihr Zuhause im Dorf finden würden. Sie miteinzubeziehen und auch ihre Interessen zu vertreten, sieht die CDU als eine ihrer Aufgaben. Ebenso wie die Erhaltung der medizinischen Versorgung von größter Wichtigkeit sei. Gerade in einem Dorf, das stetig wächst. Margot Hülskemper bleibt der Kirchhellener CDU übrigens weiterhin treu. Sie ist künftig im Vorstand der CDU tätig. Die Politikerin wünscht ihrem potenziellen Nachfolger natürlich alles Gute und freut sich auf die kommende Zeit. Gk

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