Foto: Jana Golus

Schüler forschen erfolgreich

Gesamtschüler erarbeiten vielseitige naturwissenschaftliche Projekte und erreichen beim Jugend forscht-Wettbewerb damit einige Prämierungen

Schermbeck - „Wir sind wirklich stolz auf euch“, sagt Stephanie Hölscher, Lehrerin an der Gesamtschule Schermbeck. Und dazu gibt es auch allen Grund, denn die Schüler der Gesamtschule nahmen am Regionalwettbewerb Jugend forscht 2014 mit großem Erfolg teil und erreichten einige Prämierungen für ihre kreativen und klugen Einfälle in den Bereichen Umwelt und Technik. Für einen ersten Platz reichte es in Marl dann aber leider doch nicht.

Der Kreativität der Schüler waren bei der Themenauswahl keine Grenzen gesetzt. Die Neunt- und Zehntklässler konnten sich mit den naturwissenschaftlichen Themen beschäftigen, die sie interessieren. So wie Laura Lachs und Elisabeth Ostermann, die sich im Bereich Biologie mit dem Thema Lippenstifte befassten. „Wir wollten wissen, was für Inhaltstoffe in gewöhnlichen Lippenstiften sind und fanden dabei heraus, dass schädliche und sogar krebserregende Substanzen verwendet werden“, erzählt Laura Lachs. Deshalb entschieden sich die beiden dafür, eigene Lippenstifte herzustellen, für die solche schädlichen Stoffe nicht verwendet werden. Das Projekt von Christopher-Robin Sedding, Sean Schidelko und Bastian Reßing war ebenfalls sehr praktisch, vor allem für Vergessliche. Denn die Schüler entwickelten im Bereich Technik ein Hausschlüssel-Erinnerungssystem, das Alarm schlägt, wenn man das Haus ohne seinen Schlüssel verlassen will. „Wir haben dazu eine Maschine mit einem Zutrittsmelder gebaut, die daran erinnert, den Schlüssel nicht zu vergessen“, sagt Christopher-Robin Sedding. Damit erreichten die Zehntklässler den dritten Platz im Bereich Technik. Einen Sonderpreis im Bereich Umwelt erhielten die Neuntklässler Leander Dreiskemper, Jan Schnitzler, Fabian Spörlein und Sam Werner mit ihrem Projekt „Bist du auch umweltbewusst?“ Dabei erarbeiteten sie Möglichkeiten, wie in der Schule aktiv Energie gespart werden kann. Mit dem dritten Platz im Bereich Technik wurde außerdem der Regenrinnenreinigungsroboter, der Fahrradparkautomat und die kühlende Kugel ausgezeichnet. Einen Sonderpreis im Bereich Umwelt erhielt zudem die Schülerin Liv Hamann der dreizehnten Klasse für ihre Untersuchung einer Wattenmeerprobe auf ihre Mikroorganismen.
Etwa 40 Schüler der neunten und zehnten Klassen und eine Dreizehntklässlerin nahmen an dem Projekt Jugend forscht teil. Deutschlandweit stellte keine Schule mehr Teilnehmer als die Gesamtschule. „Das Projekt ist Bestandteil des Unterrichts mit dem Ziel, naturwissenschaftlich interessierte und leistungsstarke Schüler zu fördern“, sagt Schulleiter Norbert Hohmann. go

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