Zweiter Platz für Gladbeck

Bei WDR2 für eine Stadt sicherte sich Gladbeck einen Vorsprung, wurde auf den letzten Metern aber von Remscheid überholt und landet auf Platz zwei

Gladbeck - „Wer machte sein Abitur an einem Gymnasium in Wesel, das später nach ihm benannt werden sollte?“ So lautet die achte Frage im Finale der Aktion WDR2 für eine Stadt. „Konrad Duden“, weiß das Gladbecker Rateteam und die Zuschauer auf dem Willy-Brandt-Platz jubeln, denn damit haben sich Rainer Weichelt, Jochen Seeber und Ulrike Rodewald aus dem Rateteam einen Punkt Vorsprung zu den Städten Castrop-Rauxel und Blomberg verschafft und liegen vorerst auf Platz eins im Finale.
 

Die Chance auf einen Tag mit Stars, Live-Radio und großem WDR2 Sommer Open Air rückt für Gladbeck in erreichbare Nähe – doch im letzten Spielzug schafft es dann doch die Finalstadt Remscheid, einen Punkt Vorsprung zu ergattern und Gladbeck zu überholen. Für Gladbeck wird es leider nur Platz zwei.

Dabei haben sich die Bürger so gut geschlagen. Im Duell gegen den Robokeeper, einen Torwand-Roboter, kann Khodor Saado vom SG Preußen einen von drei Punkten sichern, denn der zweite Treffer geht unten links rein. Und ein Treffer gegen den Robokeeper ist schon gut. „Die meisten Städte haben bislang nur einen Treffer beim Robokeeper landen können“, erzählt Ingrid Abt von WDR2, denn der Torwart Roboter ist schwer zu schlagen. Insgesamt zehn Städte machten beim Finale von WDR2 für eine Stadt mit.

Auch bei der Stadtaufgabe konnte Gladbeck punkten. Hierbei drehte sich alles um das Thema Literatur. Denn in Gladbeck hat die Literatur mit dem Literaturbüro Ruhr einen festen Platz. Und auch einen der wenigen Bücherbusse gibt es hier noch. Bei der Stadtaufgabe mussten die Gladbecker bis zum Nachmittag das größte Buch der Welt aufstellen. 225 Gladbecker hielten jeweils ein A3-Blatt über dem Kopf. Auf jedem Blatt stand ein Zeichen. Zusammengesetzt ergab das aus der Vogelperspektive eine Buchseite. Auf Kommando wurde umgeblättert und die zweite Buchseite präsentiert. Eine echte Bastelarbeit, mit der die Bürger zehn Punkte ergatterten.
 

Damit lag Gladbeck bis dahin bei elf Punkten. 18 Punkte legten Castrop-Rauxel und Blomberg vor, die sich bis dato Platz eins teilten. Doch beim Quiz konnte Gladbeck am Nachmittag noch einmal ordentlich Punkte sammeln. Der ehemalige Stadtarchivar Rainer Weichelt, Jochen Seeber vom Martin Luther Forum und Ulrike Rodewald, Gladbeckerin mit ganzem Herzen, waren die Kompetenzen am Finaltag in Gladbeck. Gemeinsam stellten sie sich den Fragen zu ihrer Stadt und NRW. Von drei Antwortvorgaben war jeweils eine richtig und es blieben nur fünf Sekunden zur Beantwortung. Außerdem wurde mit jeder Frage auch der Schwierigkeitsgrad erhöht. Doch das Gladbecker Rateteam konnte hierbei glänzen. Sie wussten, dass Herbert Grönemeyer nicht in Düsseldorf geboren wurde, die Vulkantrichter der Eifel Maare heißen und dass Peter Grünberg den Nobelpreis gewann. Erst bei der neunten Frage, bei der es darum ging, welcher Film nicht in NRW gedreht wurde, lag das Kompetenzteam mit der Antwort falsch. Doch die Führung war ihnen mit 19 Punkten, also einem Punkt Vorsprung, sicher. Nach Gladbeck traten noch Hilden und Remscheid im Finale an. Zunächst sah es auch weiterhin gut aus für Gladbeck, denn Hilden schaffte es nicht zu überholen. Am letzten Tag des WDR2 für eine Stadt-Finales trat Remscheid an und ergatterte zwei Punkte beim Robokeeper, bewältigte die Stadtaufgabe und legte mit acht Punkten beim Quiz nach. Mit 20 Punkten zog Remscheid an Gladbeck vorbei und sicherte sich so den Sieg.

Gladbeck hat sich gut geschlagen und ist stolzer Zweiter und dass das Sommer Open Air am 6. September nicht nach Gladbeck kommt ist zu verschmerzen, denn Gladbeck veranstaltet am 6. und 7. September ohnehin schon ein Fest: Das Appeltatenfest. Und auch das hat den Gladbeckern einiges zu bieten und verspricht Spaß. Dann gibt es Musik für jeden Geschmack und bunte Stände laden zum Bummeln ein. go

Zurück