Kirchhellen - Bereits seit 30 Jahren wird der Kreuzweg vom Krankenhaus bis zur Kirche St. Johannes d. T. an Karfreitag von den gläubigen Kirchhellenern gegangen. Doch in diesem Jahr konnte die traditionelle Karfreitagsprozession erstmals an sichtbaren Stationen halt machen, um dort zu beten. Denn 15 Tonreliefs stehen nun an den einzelnen Kreuzwegstationen.
Diese Tonreliefs stellen die Leidensgeschichte Jesu bildlich dar und befanden sich zuvor fast vergessen in Holzkisten über der Sakristei der St. Johannes d. T. Kirche. Auf die Initiative der Seniorenmessdiener bildete sich eine Gruppe, die sich dafür einsetzte, dass der Kreuzweg in Kirchhellen einzelne Stationen mit diesen Tonreliefs bekommt. Hierfür wurden Betonstelen errichtet, an denen die Tonreliefs befestigt wurden. „Außerdem mussten wir die Tonrefliefs wasserfest bekommen, denn so wie sie waren, konnten sie nicht nach draußen“, erzählt Hans Kläsener von den Seniorenmessdienern. Etwa 30.000 Euro kostete das gesamte Projekt. „Ein Großteil davon ist bereits durch Spenden zusammengekommen, aber wir sammeln weiter, denn die Stationen müssen ja auch gepflegt werden“, sagt Pastor Klaus Klein-Schmeink. Der Pfarrer ist begeistert von der großen Unterstützung, die diesem Projekt zuteil wurde. „Es ist erstaunlich, ich habe noch nie erlebt, dass ein Projekt so ohne Widerworte durchgesetzt werden konnte“ Zahlreiche Grundstückseigentümer stellten die Flächen für die Betonstelen zur Verfügung und Firmen halfen bei der Umsetzung. Zu den traditionell 14 Stationen kommt bei diesem Kreuzweg noch eine fünfzehnte Auferstehungsstation als hoffnungsvoller Abschluss an der Kirche hinzu und für das nächste Jahr ist ein Kreuzwegheft im Gespräch. go