WM-Tore lassen die Kasse klingeln

Sparkasse Gladbeck spendet pro Tor der deutschen Fußballmannschaft 250 Euro – Gladbecker Vereine können sich über insgesamt 4.500 Euro freuen

Gladbeck - „Ehrlich gesagt habe ich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft unterschätzt”, sagt Ludger Kreyerhoff, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Gladbeck. Zu Beginn der Fußball-WM Mitte Juni hatte er angekündigt, dass für jedes Tor, das in der regulären Spielzeit durch die deutsche Mannschaft fällt, je 250 Euro aus Mitteln der Sparlotterie der Sparkassen an gemeinnützige Gladbecker Einrichtungen gespendet werden. Dass es dann plötzlich 18 Tore werden und Deutschland sogar Weltmeister wird, damit hatte Ludger Kreyerhoff überhaupt nicht gerechnet.

„Viel mehr Tore hätten nicht geschossen werden können”, sagt der Vorstandsvorsitzende lachend. „Aber ich habe mich natürlich auch gefreut.” Vor allem das Spiel gegen Brasilien ging ans Eingemachte. Durch die Treffsicherheit des deutschen Teams sind insgesamt 4.500 Euro zusammengekommen, die jetzt drei Gladbecker Vereinen zugute kommen: donum vitae, dem Blindenverein e.V. und dem Reha- und Behinderten-Sport e.V. Gladbeck. Die Vereine freuen sich natürlich über das Geld und können es gut gebrauchen. Elisabeth Gieseler von donum vitae wurde sogar zum Fußball-Fan, verfolgte jedes Spiel der deutschen Mannschaft und drückte fleißig die Daumen. „Und das obwohl ich mich eigentlich gar nicht für Fußball interessiere”, erklärt sie lachend. Das Geld, über das sich donum vitae nun freuen kann, soll in das neue Projekt „Die vertrauliche Geburt” fließen. Das läuft seit Mitte Mai in Deutschland und ermöglicht Frauen, ihr Kind vertraulich zu bekommen und zur Adoption freizugeben. Mit 18 Jahren kann das Kind dann die Informationen über die leibliche Mutter erhalten und auch die Mutter kann zu jedem Zeitpunkt Kontakt aufnehmen. „So besteht immer die Chance, einen Kontakt herzustellen”, erklärt Elisabeth Gieseler.
Auch Manfred Reintjes vom Reha- und Behinderten-Sport e.V. kommt das Geld für den Verein gerade recht. „Normalerweise kommen wir mit dem Geld, das uns zur Verfügung steht, gar nicht aus, wenn wir alle Wünsche erfüllen möchten.” Marvin Kamrath vom Blindenverein e.V. freut sich, dass von dem Geld nun eine dringend benötigte und blindengerechte neue Computeranlage angeschafft werden kann. go

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