Zehn Jahre Hilfsbereitschaft

Seit 2005 unterstützt die Steuerberaterin Barbara von Trümbach eine Schule in Kenia – Spenden statt Geschenke lautet das Motto

Kirchhellen - Kompetent, besonnen und hilfsbereit: Auf einem Plakat in Barbara von Trümbachs Büro stehen Adjektive, die die Steuerberaterin aus Kirchhellen charakterisieren. Vor allem die Hilfsbereitschaft wird bei ihr groß geschrieben, denn bereits seit zehn Jahren unterstützt Barbara von Trümbach eine Schule in Kenia.
 

„Das Thema Kenia liegt mir sehr am Herzen“, erklärt sie gleich zu Beginn des Gesprächs. Bereits seit dem Jahr 2005 engagiert sie sich für die Kamariny Primary School in dem afrikanischen Land. Die Idee dazu kam der Kirchhellenerin bei einer Urlaubsreise mit ihrem Mann. Vor zehn Jahren besuchte sie zum ersten Mal diese Region und die Menschen hier ließen sie seitdem nicht mehr los. Denn sie konnte nicht nur einen Blick auf die schönen Touristenorte werfen, sondern sah auch die Armut der Bevölkerung und der örtlichen Schule. „Als wir das erste Mal dort waren, war es eine sehr arme Schule. Die Kinder stammten aus armen Familien und viele von ihnen kamen sogar ohne Schuhe zur Schule“, erzählt Barbara von Trümbach.
Der Wunsch zu helfen war schnell geboren und die passende Idee dazu gleich mit: Das Geld für Weihnachtsgeschenke an die Mandanten könnte doch viel besser in diese Schule fließen – zunächst mit der Hilfe eines belgischen Hoteliers vor Ort und mittlerweile in Zusammenarbeit mit dem stellvertretenden Direktor der Schule Robert Kiptoo. „Wir sind eine private Initiative und das Geld, das wir spenden, kommt auch direkt in der Schule an“, erklärt Barbara von Trümbach. Mithilfe vieler Mandanten und Freunde konnte die Steuerberaterin die Schule in den vergangenen Jahren mit mittlerweile etwa 10.000 Euro unterstützen. „Von unseren Freunden und Bekannten lassen wir uns beispielsweise nichts zum Geburtstag schenken, sondern wünschen uns Geld für die Schule.“

Das Geld kann die Schule gut gebrauchen. Vieles fließt in den Erhalt der Gebäude, die teilweise sehr baufällig sind. Außerdem wurde ein Wasserauffangbehälter aufgestellt und die Schule konnte sechs Kühe anschaffen. „Die Milch verkauft die Schule an eine Molkerei und der Erlös kann wieder für den Erhalt der Schule und für Unterrichtsmaterialien verwendet werden“, erklärt Barbara von Trümbach. Auch Strom haben die Klassenräume mittlerweile dank dem Einsatz der Kirchhellener Steuerberaterin.
 

Letztendlich fließt das Geld in die Bildung und die ist aus Barbara von Trümbachs Sicht das Wichtigste, was es für eine arme Region gibt. „Wir möchten etwas tun, damit die Kinder hier lernen können, hier bleiben können und letztendlich dann auch etwas für ihr Land tun können“, erklärt die Steuerberaterin. In den vergangenen zehn Jahren, seit sie die Schule in Kenia unterstützt, hat aber auch sie selbst einiges dazu gelernt. „Wir können unsere Vorstellungen darüber, wie die Welt funktionieren sollte, nicht dorthin übertragen. Die Kinder selbst empfinden ihr Leben nicht als Armut und wir können von den Menschen dort sehr viel lernen was Menschlichkeit, unseren Konsum und unser Verhalten betrifft.“ Etwa alle zwei Jahre versucht Barbara von Trümbach vor Ort zu sein, zuletzt war sie im Februar für zwei Wochen dort. So kann sie sich ein Bild davon machen, wie ihre Hilfe angenommen und verwendet wird. „Der Ort wächst und gedeiht und nach zehn Jahren sind deutliche Unterschiede erkennbar“, freut sich die Steuerberaterin.

Barbara von Trümbach hält den Weg, den sie zur Unterstützung der Menschen in Kenia gewählt hat, auch nach zehn Jahren noch für den richtigen. „Ich hoffe, dass wir das noch sehr lange fortsetzen können.“ Dabei freut sich die Steuerberaterin über jeden, der das Projekt unterstützen möchte. Sie hat mittlerweile auch ein Spendenkonto eingerichtet. go


Wer Interesse daran hat, das Projekt ebenfalls zu unterstützen, erhält im Steuerbüro von Barbara von Trümbach weitere Informationen unter (02045) 409166.

Spendenkonto:

Kontonummer: 8845352
National-Bank AG
IBAN: DE12360200300008845352
BIC: NBAGDE3E

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