Schermbeck - Viele lustige und praktische Ideen hatten die Schüler der Schermbecker Gesamtschule dieses Jahr bei „Jugend forscht“ vorgestellt. Jona Hoffjann und Lukas Eschbach beschäftigten sich mit einem Kehrroboter, der die Klasse nach Schulschluss für sie fegt, und wurden dafür mit dem dritten Platz im Bereich Technik geehrt. Eine weitere Gruppe kreierte eine selbständige Tafelputzmaschine. Aber auch über ernste Themen haben sich die Schüler der 9. und 10. Klasse Gedanken gemacht.
Es muss nicht immer alles sofort funktionieren. Das wissen auch Antonia Wiesner, Johanna Heming und Leonie Groß-Fengels. Sie entschieden sich für ein echtes Mädchenthema. Ihre Projektidee „Natürlich Haare färben“ war zunächst nicht leicht umzusetzen. Nach Versuchen, die Haare mit Hilfe von Rhabarberwurzeln und Zwiebelschalen zu färben, haben sie im Internet recherchiert und sind auf Henna-Pulver gestoßen. Damit konnte die Mädchen-Gruppe ihr Ziel erreichen und gewann sogar den Sonderpreis in der Kategorie Natur. Die drei Neuntklässlerinnen haben zum ersten Mal mitgemacht und sind motiviert, nächstes Jahr mit einem neuem Projekt wieder dabei zu sein.
Jasper Böckenhoff, Marvin Hohenhinnbusch und Tim Hutmacher beschäftigten sich mit dem wichtigen Thema Wasserreinigung. Im Fernsehen hatten sie einen Bericht über den Baum Moringa gesehen. Diesem Baum wird nachgesagt, dass er die Fähigkeit besitzt Wasser zu reinigen. Die Zehntklässler interessierten sich schon vor „Jugend forscht“ für dieses Thema. Neben dem Unterricht investierten die Drei auch privat viel Zeit in ihr Projekt und wurden dafür mit dem zweiten Platz in Biologie und dem Sonderpreis im Bereich nachwachsende Rohstoffe belohnt.
Eine weitere Idee zum Thema Nachhaltigkeit hatten die Schüler Timon Hildebrandt, Jan Schnitzler und Sam Werner. Sie überprüften Lebensmittel auf ihre Haltbarkeit nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums.
Insgesamt gab es 39 Projekte bei „Jugend forscht“ in der Region Marl. Mit 15 Projekten war die Gesamtschule Schermbeck beim Wettbewerb wieder stark vertreten. 43 Schüler der Gesamtschule nahmen teil. Die Gesamtschule Schermbeck fördert die Teilnahme ihrer Schüler mit dem Ergänzungskurs „Jugend forscht“. Frei arbeiten und eigene Ideen umsetzen, das reizt viele Schüler. Die Lehrerinnen Bianca Sadowski und Stephanie Herbstritt geben den Schülern im Gespräch neue Impulse und motivieren sie, die Projekte weiterzuentwickeln. Der Kurs kommt bei den Schülern gut an. Es gibt sogar mehr Bewerber als Plätze. Doch nicht nur für Schüler ist es eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag. Der Kurs ist auch für die beiden Lehrerinnen spannend. Jedes Jahr werden neue Themen behandelt und die Schüler bringen eigene Ideen mit in den Kurs. Manchmal werden auch alte Projekte aus dem Vorjahr weiterentwickelt und verbessert. Seit 2010 ist die Gesamtschule Schermbeck bei dem Wettbewerb dabei. Nach den Sommerferien wird es wieder eine Ausstellung in der Volksbank geben. So können sich die neuen Neuntklässler Anregungen holen und Ideen für ihr eigenes Projekt sammeln. kb