Raus aus dem Klassenzimmer

Hauptschüler engagieren sich in verschiedenen Einrichtungen im Dorf

Kirchhellen - Sozial-genial lautet das Motto des Projektes, dass Michaela Gutowski, Lehrerin an der Hauptschule für das vergangene Halbjahr angeboten hat. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 8 konnten in ihrem Wahlpflichtfach entscheiden, ob sie sich an dem Projekt beteiligen möchten. Und wenn ja, wo. So kam es, dass zehn Schüler im Haus St. Johannes aushalfen, drei beim DRK-Kindergarten mitmachten und vier Schüler das Jugendkloster unterstützen.

„Raus aus dem Klassenzimmer und am Leben lernen – das ist der Hintergrund der Idee“, erklärt Michaela Gutowski. Den Schülern hat es Spaß gemacht und sie konnten einen Einblick in die Realität erhalten. So wie Marcel Müller und Joelle Freier, die mit dem Bewohnern des St. Johannes Hauses regelmäßig Zeit verbrachten. „Wir haben Gesellschaftsspiele gespielt, zu Ostern wurden Eier gefärbt oder wir sind zusammen auf den Markt gegangen“, sagt Joelle Freier. Die Bewohner danken es ihnen, denn die Abwechslung durch die Jugendlichen tut gut. „Meistens waren es fünf oder sechs ältere Menschen, die hier unten im Aufenthaltsraum waren. Heute sind nur zwei da, weil die anderen Bewohner mit nach Kevelaer gefahren sind“, erklärt Marcel Müller. Und wie benotet Michaela Gutowski diese besondere Form des Unterrichtes? „Wir schauen, wer sich wie eingebracht hat und ob die regelmäßige Teilnahme da war. Einige Schüler sind da offener als andere, sie brauchten weniger Anschub. Aber das ist ja normal. Wer engagiert dabei war, kann mit einer guten Note rechnen“, sagt die Lehrerin. Nach den guten Erfahrungen wird das Projekt auch im kommenden Jahr angeboten. Das Interesse ist bereits groß.
Das Betreuungspersonal des Hauses St. Johannes freut sich. Astrid Müller: „Das ist eine gute Idee. Die Bewohner werden angeregt und nicht nur beschäftigt. Die Jugendlichen sind ja auch fordernd, sie reden, stellen Fragen – das tut den älteren Menschen gut.“ gj

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