Ein genauer Blick auf den historischen Hof Klaphecke

Gemeinsam mit dem Verein für Orts- und Heimatkunde sehen wir uns den historischen Bauernhof Hof Klaphecke in Hardinghausen genauer an

Kirchhellen - Im ländlich gelegenen Kirchhellen gibt es heute und gab es auch früher zahlreiche Bauernhöfe. Einige von ihnen stehen heute nicht mehr, wie der Hof Klaphecke in Hardinghausen. Gemeinsam mit dem Verein für Orts- und Heimatkunde Kirchhellen sehen wir uns diesen historischen Bauernhof einmal genauer an.
 

Der Hof Klaphecke geht etwa auf das 14. bis 15. Jahrhundert zurück. Ursprünglich wurde der Hof von Johann Overbeck bewirtschaftet. Die Familie Klaphecke übernahm 1923 den Hof. Von der Familie hat der Hof auch seinen Namen. Die Familie Klaphecke betrieb die Landwirtschaft weiter. Neben der Landwirtschaft wurde außerdem bis 1971 eine Deckstation für Warm- und Kaltblüter betrieben. „Wir hatten immer drei Kaltblüter und später auch Warmblüter“, erzählt Marianne Rotthoff, geborene Klaphecke. Sie wuchs auf dem Hof Klaphecke auf. Geboren wurde sie hier im Jahr 1929. Gemeinsam mit ihren drei Brüdern und drei Schwestern hatte sie viel Spaß auf dem Hof. „Aber auch viel Arbeit“, erzählt die 86-Jährige. Pferdebesitzer aus Kirchhellen und dem angrenzenden Rheinland ließen hier ihre Pferde decken. Jeder Deckvorgang wurde in den sogenannten Deckbüchern sorgfältig dokumentiert. Marianne Rotthoff hat diese Deckbücher auch heute noch und dazu zahlreiche Fotos des Hofes. Denn bei dem Hof Klaphecke handelte es sich um ein besonderes Gebäude, um ein Fachwerkhaus in Rot anstelle von dem sonst üblichen schwarz.
 

Bis in die 1970-er Jahre wurde der Hof von der Familie Klaphecke betrieben. Anschließend wurden die Ländereien verpachtet. Der Hof wurde in den Folgejahren umgewidmet und von unterschiedlichen Firmen genutzt.

Im Jahr 1998 wurde der Hof durch die Ruhrkohle AG an die Familie Timmerhaus übertragen. Die Familie Timmerhaus musste infolge der Haldenaufschüttung „Schöttelheide“ den Gutshof Fernewald verlassen. 1999 begann sie deshalb mit dem Neubau auf dem Gelände des Hofes Klaphecke und zog im Jahr 2000 in das neu gebaute Gebäude ein. go

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