Schermbeck - Ende Dezember unterzeichneten die Vertreter der Sparkassenträger, Bürgermeister Mike Rexforth und der erste Beigeordnete der Stadt Voerde Wilfried Limke die Verträge. Anwesend waren alle Bürgermeister der beteiligten Städte und Gemeinden. Die neue Bank trägt seit dem 1. Januar 2016 den Namen Niederrheinische Sparkasse RheinLippe mit einer Bilanzsumme von 3,25 Milliarden Euro. Das neue Geschäftsgebiet bildet eine homogene Einheit der bisherigen Sparkassen, da die ehemaligen Geschäftsgebiete direkt nebeneinander liegen.
Vorstandvorsitzender Friedrich-Wilhelm Häfemeier, Vorstandsmitglied Rolf Wagner und Ingo Ritter, stellvertretendes Vorstandsmitglied, bezeichneten diesen Moment als einen historischen. „Wir haben die Aufgabe, in der Region eine Sparkasse darzustellen, die für die Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt ist, angenommen“, so Vorstandsmitglied Rolf Wagner. Und er freue sich darüber, dass in beiden Häusern eine Aufbruchstimmung zu spüren sei. Ingo Ritter sagte: „Ich freue mich, dass da nun zusammenwächst, was zusammengehört. Dadurch sind wir für unsere Kunden in Zukunft ein starker Partner“. Friedrich-Wilhelm Häfemeier mache sich aufgrund der Perspektive der Sparkasse keine Sorgen. „Wir sind mit den 800 Mitarbeitern stabil ausgerüstet, der Marathonlauf kann beginnen“.
Vor dem Hintergrund der deutlich veränderten Marktbedingungen aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase, des weiter zunehmenden Wettbewerbsdrucks im Firmen- und Privatkundengeschäft, sowie der ständig steigenden regulatorischen Anforderungen stehe die gesamte Branche vor großen Herausforderungen. Die fusionierte Sparkasse habe die Möglichkeit und die Kraft, auf diese Herausforderungen und Trends die richtigen Antworten zu präsentieren, um damit ihre eigene Stellung, aber auch die der gesamten Wirtschaftsregion zu festigen und aktiv zu fördern, heißt es.
Mit der Vertragsunterzeichnung ist der letzte Akt eines anstrengenden (Fusions-)Prozesses vollzogen. Die fusionierte „Niederrheinische Sparkasse RheinLippe“ konnte so zum 1. Januar 2016 ihre Arbeit aufnehmen.
Für die Kunden ändert sich erst einmal nichts. Alle Karten bleiben mindestens bis zur technischen Fusion im September 2016 entsprechend ihrer Laufzeit gültig. Das Online Banking kann weiterhin für Bankgeschäfte unverändert genutzt werden. Zudem behalten alle generellen Verträge und Dokumente ihre Gültigkeit. Auch die jetzigen Vordrucke können weiterhin benutzt werden und der Zahlungsverkehr kann über die bekannte Bankleitzahl abgewickelt werden.
Im September 2016 dann wird die EDV zusammengeführt. Aber: „Jeder Kunde wird vorher benachrichtigt“; darauf wies Friedrich-Wilhelm Häfemeier hin. Darüber hinaus werden aus Kundensicht relevante Fragen auf den Internetseiten beider Sparkassen sowie der neuen Adresse www.nispa.de beantwortet.
Die Mitarbeiter brauchen sich keine Sorgen um ihren Arbeitsplatz zu machen: „Es wird keine fusionsbedingten Kündigungen geben“, verspricht Friedrich-Wilhelm Häfemeier. Dennoch soll auf lange Sicht durch die natürliche Fluktuation Personal eingespart werden. Will heißen: Stellen die durch Wegzug, Kündigungen von Mitarbeitern oder Ruhestand vakant werden, werden nicht neu besetzt. Es könne natürlich passieren, dass ein Arbeitsplatz von Dinslaken nach Wesel wandert oder umgekehrt. Die Vorstände selbst wollen weiterhin in Wesel und Dinslaken Präsenz zeigen.
Auch nach der Fusion will das neue Bankinstitut ein verlässlicher Partner für die heimischen Vereine bleiben und diesen bei wichtigen Investitionen und Maßnahmen mit Spenden helfen. Gaby Eggert