Schermbeck - Sollte man lieber länger zur Schule gehen und später eine Ausbildung anfangen? Oder ist ein schnellerer Start ins Berufsleben doch die bessere Alternative? – Wenn Schülerinnen und Schüler kurz vor ihrem Realschulabschluss stehen, schwirren viele Fragen in ihren Köpfen. Sie stehen noch am Anfang ihres Weges und können noch nicht wissen, welcher der beste für sie ist. Doch müssen sie sich entscheiden: Schule oder Ausbildung? Die vielfältigen Möglichkeiten einer Ausbildung wurden den Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Schermbeck nun bei einer Berufswahlmesse „Schule fertig! Wie geht‘s weiter“ aufgezeigt. Hier erhielten die Schermbecker Schüler nicht nur viele Informationen, sondern konnten auch erste wichtige Kontakte knüpfen.
Für Schulleiter Norbert Hohmann ist die Entscheidung klar. „Wenn eine Ausbildung dann nach der zehnten Klasse. Denn nicht immer ist mehr Schule gut“, erklärte Norbert Hohmann in seiner Begrüßungsrede Ende Januar. Er war begeistert, dass so viele Schülerinnen und Schüler die Informationsveranstaltung besuchten. 180 Neuntklässler kamen teils mit Elternteilen zur Berufswahlmesse.
Die Volksbank unterstützt die GSS
Außerdem durfte die Gesamtschule Schermbeck in keinem Jahr zuvor so viele Unternehmen bei ihrer Informationsveranstaltung begrüßen. „Ein großes Dankeschön geht an die Volksbank Schermbeck, die diesen Abend in dieser Form überhaupt ermöglicht hat“, sagt der Schulleiter. Während in den Jahren zuvor etwa zehn Unternehmen kamen, stellten sich im Januar rund 30 Betriebe Frage und Antwort. „Die Volksbank Schermbeck feiert in diesem Jahr 125-jähriges Jubiläum und das wollen wir natürlich gemeinsam mit allen Schermbeckern feiern. Deshalb unterstützen oder initiieren wir in diesem Jahr besondere Projekte“, erklärt Johannes David-Spickermann, Prokurist und Leiter der Firmenkundenabteilung bei der Volksbank Schermbeck. Einer der ersten Jubiläumsaktionen der Volksbank ist die Informationsveranstaltung in der Gesamtschule Schermbeck, die sie im Vorhinein mit Rat und Tat unterstützten. „Die Vorbereitungen haben sehr viel Spaß gemacht, da alle total spontan zugesagt haben. Auch die Unternehmer freuen sich auf die Schülerinnen und Schüler“, sagt Johannes David-Spickermann.
Vielfältiges Angebot
Nach der kurzen Begrüßung ging es für die Schüler dann endlich los. Von A wie Altenpfleger bis Z wie Zahntechniker gab es die verschiedensten Ausbildungsberufe, über die sich die Schüler informieren konnten. In kleinen Runden wurden Fragen zum Beruf, zur Ausbildung und zur Firma geklärt. Die Schüler durften sich aus den 30 Unternehmen aus Schermbeck und Umgebung drei Favoriten auswählen, die sie besuchten. Jede Inforunde mit den Firmen dauerte etwa 25 Minuten. Dann mussten die Schüler zum nächsten Klassenraum wechseln, indem das nächste Unternehmen wartete. Die ersten beiden Betriebe mussten die Schüler im Vorhinein wählen. In der dritten und letzten Runde durften die Schüler dann noch einmal spontan entscheiden, welchen Betrieb sie näher kennenlernen möchten. Außer den unterschiedlichen Firmen kamen auch drei Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit zu dem Informationsabend. Hier konnten die Schüler ganz individuelle Fragen stellen.
Besonders beliebt war unter anderem die Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Volksbank Schermbeck. Ausbildungsbeauftragte Simone Gawlista führte anschaulich vor, welche Schwerpunkte eine Ausbildung bei der Volksbank hat und welche Vorraussetzung Schüler mitbringen sollten. Einen persönlichen Eindruck brachte der Auszubildende Hendrik Bienbeck. Er erzählte den interessierten Schülerinnen und Schülern von seinen positiven Erfahrungen während seiner Ausbildung.
Ein weiterer spannender Ausbildungsberuf, der an dem Abend vorgestellt wurde, ist der zum Tourismuskaufmann. Frank und Katrin Herbrechter von der More Curises GmbH gaben den interessierten Schülerinnen und Schüler einen genauen Einblick in den vielfältigen Berufszweig. „Es gibt viele Möglichkeiten mit dieser Ausbildung. Vor meiner Ausbildung war es mir selbst nicht bewusst, wie vielfältig der Beruf ist“, erklärt Frank Herbrechter an dem Infoabend.
Auch Schülerinnen und Schüler die handwerklich begeistert sind, fanden auch auf der Berufswahlmesse einen passenden Ansprechpartner. Die Schreinerei Grewing informierte zu dem Beruf Tischler. Autohaus Fasselt beantwortete alle Fragen rund um die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker und Metallbau Ludger Zens erklärte, wie umfangreich die Arbeit als Metallbauer sein kann.
Der Informationsabend war wohl für alle ein voller Erfolg und zeigte einmal mehr, wie vielseitig der Ausbildungsmarkt auch in Schermbeck sein kann. kb