Hertie-Gebäude verkauft

Der Abriss des alten Gebäudes soll noch in diesem Jahr beginnen – Auf zwei Ebenen soll zukünftig Einzelhandel betrieben werden

Gladbeck - Wirklich einladend sieht der menschenleere Betonklotz am Eingang zur Fußgängerzone nicht aus. Das verlassene Gebäude entwickelte sich über die Jahre immer mehr zu einem Schandfleck in der Gladbecker Innenstadt. Bereits 2009 schloss Hertie die Türen. Seit dem steht das einstige Kaufhaus leer. Doch Mitte März erreichten die Stadt Gladbeck eine freudige Nachricht – das Hertie-Gebäude ist verkauft.

„Ende letzten Jahres hatte sich abgezeichnet, dass ein Verkauf in greifbare Nähe rückt. Wir wussten, dass zwei ernsthafte Interessenten mit überzeugenden Konzepten in ganz konkreten Kaufverhandlungen mit dem Eigentümer standen. Durch den Verkauf sind wir einen entscheidenden Schritt zur Wiederbelebung dieses zentralen Platzes in unserer Innenstadt weitergekommen,“ freut sich Wirtschaftsförderer Peter Breßer-Barnebeck, der schon lange auf den Verkauf des ehemaligen Warenhauses wartete.
Auch Bürgermeister Ulrich Roland zeigt sich erleichtert: „Das ist das langersehnte Licht am Ende des Tunnels – die Tinte unter dem Notarvertrag ist trocken. Geduld und Zähigkeit in den Gesprächen, die wir seit der Schließung von Hertie mit einer ganzen Reihe von Investoren geführt haben, haben sich ausgezahlt. Zusammen mit dem gelungenen Umbau der Fußgängerzone ist das ein weiteres wichtiges Signal für die Attraktivität der Einkaufsstadt Gladbeck.“ Mitte März startete der dritte Bauabschnitt, der die familienfreundliche Umgestaltung der Fußgängerzone fortsetzt. Etwa fünf Wochen dauert der Bauabschnitt, der auf der Horster Straße von Europaplatz bis Lambertikirche gebaut wird. Anschließend beginnt die Umgestaltung der Fußgängerzone.
Sebastian Mogos-Lindemann, bei der Firma CR Investment Management GmbH verantwortlich für den Verkauf der ehemaligen Hertie-Häuser, sagt: „Wir freuen uns, dass wir jetzt auch für das ehemalige Hertie-Gebäude in Gladbeck einen Käufer gefunden haben. Von 32 ehemaligen Hertie-Immobilien konnten wir damit bis heute 27 erfolgreich verkaufen. Wir sind zuversichtlich, für die noch fünf übrigen ehemaligen Hertie-Häuser, unter anderem in Velbert, Käufer zu finden, damit auch diese Gebäude in Zukunft wieder genutzt werden können.“
Schon in der nächsten Woche wird es ein Gespräch zwischen dem neuen Investor, der Stadtplanung und der Wirtschaftsförderung geben, um einen Zeitplan für das Projekt festzulegen. Nach den Vorstellungen des Investors soll das eigentliche Kaufhausgebäude abgerissen und durch einen attraktiven Geschäftsneubau ersetzt werden. Das Parkhaus wird nach der erforderlichen Grundsanierung wieder in Betrieb genommen.
„Der Zustand der Haustechnik, die innere Aufteilung und vor allem die nicht mehr zeitgemäßen Höhen innerhalb des Gebäudes machen einen Abriss mit anschließendem Neubau wirtschaftlicher als einen Erhalt des Hauses,“ erläutert Peter Breßer-Barnebeck die Einschätzung des neuen Eigentümers. „Der Neubau soll vorrangig durch Einzelhandel belegt werden. Wohnen ist nicht vorgesehen. Als Ankermieter dürfen wir uns auf einen großen Textiler freuen. Mit Abriss und Neubau möchte der Investor noch in diesem Jahr beginnen.“

Werbegemeinschaft ist begeistert

Nicht nur die Gladbecker Bürgerinnen und Bürger freuen sich über die Botschaft. Auch die Werbegemeinschaft der Stadt Gladbeck ist begeistert, dass Gladbeck ein schönes neues Eingangstor zur Hochstraße bekommt. „Der Verkauf des Hertie-Hauses zeigt, dass Gladbeck immer noch attraktiv für Investoren ist“, erklärt Matthias Alt, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. „Wir sind sehr froh, dass auf zwei Ebenen Einzelhandel betrieben werden soll. Wir können einen großen Textiler in Gladbeck gut gebrauchen.“ kb

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