Gladbeck - Mit der Ehrenamtsurkunde des Landes NRW wurden die Schülerinnen und Schüler des Riesener-Gymnasiums für ihr Engagement im Projekt „Balu und Du“ ausgezeichnet. Angelehnt an das Dschungelbuch standen 17 Oberstufenschüler ein Schuljahr lang als Paten an der Seite von Grundschulkindern. Für ihr Engagement erhielten sie nun von Bürgermeister Ulrich Roland eine Urkunde.
Foto: Gundis Jansen-Garz
Balu und Du – Zeit für Mogli ist ein bundesweites Mentorenprojekt, das Grundschulkinder im außerschulischen Bereich fördert. Sowie Balu, der Bär im Dschungelbuch dem kleinen Mogli hilft und ihn durch einen Lebensabschnitt begleitet, haben die 17 Schüler des Riesener-Gymnasiums jeweils ein Grundschulkind der Lamberti- und Mosaikschule nach der Schule betreut und begleitet.
Initiiert wurde das Gladbecker „Balu und Du“-Projekt vom Büro für interkulturelle Arbeit der Stadt. „Balu und Du ist mehr als Hausaufgaben- oder Erziehungshilfe“, sagt Standortkoordinatorin Jeanette Staniczewski, „es geht um gemeinsame Freizeitgestaltung, um Hilfestellung im Alltag. Etwas wie der große Bruder oder die große Schwester – Kumpel eben!“ Ziel ist es, die Moglis in ihrer Persönlichkeit zu stärken und einfach mal Zeit für sie zu haben. „Balu und Du“ war im Riesener-Gymnasium als Projektkurs angesiedelt, das heißt, eine Art verpflichtetes Ehrenamt. Klingt paradox, ist es aber nicht, wie die zuständige Lehrerin Anja Vielhauer erklärt: „Das Projekt ist ein Bestandteil des Unterrichts, der den Schülern anerkannt wird und mit zwei Stunden pro Woche unterrichtet wird.“
Den Moglis hat es natürlich gefallen, mit ihren Balus in Gladbeck Zeit zu verbringen. Sie konnten neue Formen der Freizeitgestaltung kennenlernen und hatten einen „starken“ Partner an der Seite. Für die Gymnasiasten war es eine erste Begegnung mit dem Ehrenamt. Das hat Bürgermeister Roland bei der Urkundenverleihung hervorgehoben: „Als quasi Klassensprecher der Stadt möchte ich euch ganz herzlich Danke sagen für eure Mitarbeit. Die Gesellschaft braucht Ehrenamt und „Balu und Du“ zeigt, wie gut das Engagement anderen tut.“ Auch Schulleiter Ulrich Döing lobte die Jugendlichen, die mit großem Enthusiasmus an das Projekt herangegangen sind. „Auch für unsere Schule ist es eine Bereicherung, das ihr das Projekt so toll umgesetzt und alle das Schuljahr durchgehalten habt.“ Die meisten Balus werden sich weiterhin mit ihren Moglis treffen – unabhängig vom Projekt und Lehrplan, einfach so: Weil es gut tut! gj