So kann Integration in Gladbeck gelingen

Flüchtlingskinder und deren Eltern können in der Willy-Brandt-Schule ein Vorschulbetreuungsangebot nutzen, Deutsch lernen und Kontakte knüpfen

Das vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW aufgelegte Projekt richtet sich als sogenanntes Brückenprojekt in erster Linie an Flüchtlingskinder und deren Familien. Nicole Oblah, pädagogische Leiterin des Projektes: „Der erste Monat war schon sehr gut – die Kinder kommen gerne zu uns und spielen, basteln oder malen. Die Kommunikation mit den Eltern erfolgt noch über Hände und Füße – aber alle sind sehr motiviert und ehrgeizig, Deutsch zu lernen.“ Da die Kitas kaum Platz haben, werden die Kinder im Brückenprojekt an vier Tagen pro Woche für vier Stunden gemeinsam mit den Müttern oder Vätern an das Leben in Deutschland herangeführt. Wenn sich die Kinder zunächst noch sehr eng und ängstlich an den Eltern orientieren, so kann sich das im Laufe der Zeit immer mehr lösen und Vater oder Mutter kann für kurze Zeit auch schon den Raum verlassen. So lernen die Kinder Sicherheit und Vertrauen und werden auf eine mögliche Kita oder die Schule vorbereitet.

In Kooperation mit dem Integrationsbüro werden die Eltern ebenfalls an das Leben hier gewöhnt. Mit Sprachkursen, Erziehungstipps und bürokratischen Hilfen fällt ihnen die Integration so viel leichter. „Die Eltern sind ungemein kreativ und sind sehr wissbegierig“, sagt Anja Venhoff vom Büro für interkulturelle Arbeit. Da die Familien alle aus Syrien kommen ist eine Verständigung untereinander gut möglich und auch Freundschaften wurden bereits geschlossen.

Das Land NRW übernimmt einen Zuschuss in Höhe von 30 Euro pro Stunde für fünf Kinder – der Rest wird von der Stadt finanziert. Rainer Weichelt: „Wir werden uns weiterhin der frühkindlichen Bildung widmen, denn so kann Integration gelingen.“ gj
 

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