Ein Platz am Mühlenteich

Der Heimatverein weiht die neue Steganlage ein, deren Realisierung nur durch viel ehrenamtliches Engagement zustandekommen konnte

Schermbeck - Ob Enten füttern oder einfach den Ausblick genießen – die neue Steganlage am Mühlenteich lädt die Gahlener zu erholsamen Minuten am Wasser ein.

Nur mit viel Eigeninitiative und großzügigen Sponsoren konnte der neue Steg nach viermonatigen Restaurierungsarbeiten freigegeben werden. Denn nach fast 30 Jahren war eine Erneuerung dringend notwendig. „Der Zahn der Zeit hat leider auch hier nicht Halt gemacht und insbesondere die Steganlage aus den alten Bahnschwellen sehr in Mitleidenschaft gezogen“, sagte Jürgen Höchst, 1. Vorsitzender des Heimatvereins bei der Einweihung. Schon vor einigen Jahren hatte der Heimatverein die Idee, die Steganlage zu sanieren. „Wir haben uns Gedanken gemacht, wie die neue Anlage aussehen soll, welches Material wir verwenden wollen, wer uns dabei helfen könnte und nicht zu allerletzt – was das kosten würde und wie wir das bezahlen können“, so Jürgen Höchst. Mitte 2016 begann die Planung, Anfang 2017 dann die konkrete Umsetzung.
Die Kosten für die Anlage hätten fast 15.000 Euro verschlungen. Doch dank vieler Spenden und den ehrenamtlichen Tätigkeiten musste der Heimatverein nur noch rund 4.000 Euro aus eigener Kasse tragen. Unterstützung gab es auch vom Dorstener Garten- und Landschaftsbauer Eckhard Vornbrock. Er ließ die Basisplanung erstellen, die anschließend von der Gemeindeverwaltung genehmigt wurde. Anfang Februar konnte es endlich losgehen. Zunächst musste aber der Wasserstand des Mühlenteiches um circa 80 Zentimeter abgesenkt werden. Die abgebaute Steganlage wurde von der Oberhausener Firma Nottenkämper entsorgt. Bei den anschließenden Gründungsarbeiten packten auch die Mitglieder des Heimatvereins tatkräftig mit an.
Neue Stahlkonstruktionen wurden angefertigt, die von der Firma HGB Stahlbau kostenlos zu Verfügung gestellt wurden. Auch andere Firmen halfen zum Beispiel bei der Montage oder der Beleuchtung. Anstelle von Holz als Obermaterial entschloss sich der Heimatverein für ein sogenanntes WPS-Material, einer Kombination von Holzfasern und Kunststoff. „Es soll pflegeleichter, langlebiger, umweltfreundlicher und nachhaltiger sein als Edelhölzer“, erklärt Jürgen Höchst. js

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