Escape-Room zum Thema Reformation in der Petruskirche

Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde verwandelt Sakristei in einen Reformations-Escape-Room

Gladbeck - Im Lutherjahr haben sich die Pfarrerinnen Stefanie Erling und Birgit Krenz-Kaynak was ganz besonderes ausgedacht: einen Escape-Room zum Thema Reformation. Ab September sperren die Pfarrerinnen Teams von maximal fünf Menschen in die umgestaltete Sakristei. Durch die Lösung von circa 30 Rätseln kann sich das Team frei spielen. „Der Spaß steht im Vordergrund und dabei taucht man in die Geschichte der Reformation ein“, erklärt Pfarrerin Stefanie Erling, die sich zusammen mit Birgit Krenz-Kaynak die Rätsel ausgedacht hat.
 

„Es ist das Jahr 1517. Martin Luther ist in seinem Studierzimmer eingesperrt. Draußen scheint die Reformation aus dem Ruder zu laufen. Schnell muss Luther aufräumen und alles wieder in seine Bahnen lenken. Eine Stunde hat er Zeit, die Rätsel zu lösen und den Raum zu verlassen. Sonst scheitert die Reformation und ein Bürgerkrieg droht.“ Es ist ein außergewöhnliches Szenarium für einen Escape-Room, dass sich die beiden Pfarrerinnen der evangelischen Kirchengemeinde ausgedacht haben. „Wir waren beide schon öfters privat in Escape-Rooms“, erzählt Stefanie Erling. „Dann ist uns die Idee gekommen, dass man das auch mal zum Thema Luther machen könnte. Diese Idee haben wir dann weiter verfolgt und begonnen, diese umzusetzen.“ „Wie viel Aufwand so ein Escape-Room mit sich bringt, haben wir etwas unterschätzt“, ergänzt Birgit Krenz-Kaynak. „Es kommt ja auf viele Details an: Rätsel müssen entwickelt und getestet, Requisiten und Schlösser besorgt und es muss die Sakristei umgestaltet werden. Aber es macht unglaublich viel Spaß.“

Noch sieht die Sakristei in der Petruskirche an der Vehrenbergstraße ganz gewöhnlich aus. Schließlich werden die Räume noch genutzt. Das soll sich aber in den nächsten Wochen ändern. Die zwei kleineren und der große Hauptraum sollen Anfang September die Besucher zurück ins Mittelalter versetzen. „Menschen aus der Gemeinde haben uns schon einige mittelalterliche Requisiten zur Verfügung gestellt“, erzählt Birigt Krenz-Kaynak. Viele Helfer im Hintergrund sorgen zurzeit dafür, dass bis zur Eröffnung am 3. September 2017 alles fertig wird.

Im Escape-Room ist Teamwork gefragt. „Wir werden es den Leuten nicht zu leicht machen“, verrät Stefanie Erling. Doch falls ein Team gar nicht weiterkommen sollte, können sie Hinweise bekommen. Die drei Räume sind mit Kameras ausgestattet. Über ein Funkgerät können die Teilnehmer Kontakt zu den sogenannten Wächtern aufnehmen. Diese beobachten das Geschehen, geben Tipps und können im Notfall auch sofort eingreifen. Hierfür werden noch weitere Freiwillige gesucht, die diese Aufgabe übernehmen wollen. 

Die Finanzierung des Escape-Rooms übernimmt die Gemeinde und auch die Stiftung Stellwerk hat Geld zur Verfügung gestellt. Für die Teams ist die Teilnahme kostenlos. Jeder kann mitmachen, auch Nicht-Gemeinde­mitglieder. Allerdings ist eine verbindliche und rechtzeitige Anmeldung nötig, da die Kapazitäten begrenzt sind. Zwischen dem 3. und 24. September 2017 können Zeiten gebucht werden. Anmeldung und weitere Infos unter www.kirchegladbeck.de. js

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