Reken, helau!

Rekener Jecken blicken auf eine lange Tradition zurück – Cäcilia I. und Markus I. freuen sich auf die neue Session

Reken - Der Straßenkarneval in Reken hat eine lange Tradition. Bereits 1976 hatte der inzwischen verstorbene Zahnarzt Dr. Werner Kremer anlässlich eines Nachbarschaftsfestes angeregt, einen Karnevalsumzug am Rosenmontag zu starten.
 

Diese Idee wurde von Klemens Lüke aufgegriffen und von der Vereinskapelle des MGV Cäcilia Groß Reken, seinerzeit unter dem Namen „The Oldtimer“ bekannt, in die Tat umgesetzt. Etwa 200 Kinder und Erwachsene trafen sich im Jahr 1976 am Rosenmontag an der Gaststätte Schneermann, um von dort durch den Ort zu ziehen. Die fünfköpfige MGV-Kapelle (Klemens Lüke, Heinrich Müter, Paul Sicking, Udo Thoms und Conny Lüke) wurde auf einem (Schützen-)Königswagen platziert, der von der St. Hubertus-Schützenbruderschaft Reken Bahnhof ausgeliehen wurde. Werner Kremer und Heinz Fragemann warfen fröhlich Bonbons in die Menge, die Bäckermeister Günter Niewerth ganz kurzfristig organisiert hatte. Mit Musik und Gesang ging es von Schneermann aus ins Unterdorf und wieder zurück. Allerdings erst nach einer kurzen Verschnaufpause in der damaligen Gaststätte „Kössmanns“.

In den folgenden Jahren wurde der Karnevalsumzug nicht mehr wiederholt. Die Idee drohte schon in Vergessenheit zu geraten, bis im Jahr 1994 Conny Lüke aus der Karnevals-Hochburg Gescher zurück nach Reken zog. Mit den Kollegen der alten Tanzkapelle griff er die Idee des Straßenkarnevals wieder auf. Zusammen mit Mitgliedern des MGV Cäcilia Groß Reken und der Blaskapelle Reken wurde für das Jahr 1995 ein erster Karnevalsumzug geplant und am 8. Februar auch durchgeführt. Mit toller Resonanz, wie die Vereinsmitglieder berichten.

Der Karnevalsprinz Norbert Mengen war dabei noch eine „Leihgabe“ aus Gescher. Im Jahr 1996 fand die zweite Auflage des Zuges statt. Der erste Prinz des Rekener Karnevalsvereins war Heinz Denken, seine Prinzessin wurde Barbara Wolf. Unterstützt wurde der närrische Lindwurm von den Rekner Gastwirten und Geschäftsleuten. Am 12. Oktober des gleichen Jahres kam es dann zur Gründung des R.K.V., der ab diesem Tag die Organisation des Rekener Straßenkarnevals in die Hand nahm. Die offizielle Session beginnt immer am 11.11. mit der Prinzenproklamation im Frauenforum. Danach folgen Besuche von befreundeten Vereinen, zu denen auch die närrischen Freunde in der Partnergemeinde Lenzen gehören. Außerdem sorgen die Frevler seit einigen Jahren auch am Sonntag vor dem karnevalistischen Wochenende für eine Kinderkarnevalsparty im Frauenforum.

Dies ist der Auftakt zu den tollen Tagen des Vereins in Reken, die mit dem Umzug am Karnevalssamstag enden. Den fröhlichen Rahmen um das Prinzenpaar bilden heute die Tanzgarde, die Dancegirls und die Goldmariechen, die mit temperamentvollen Choreografien Schwung in jede Veranstaltung bringen. Zum Gefolge der Tollitäten gehört auch in Reken eine Prinzengarde. Beim RKV sind das die 13 singenden Musketiere, die in ihren Kostümen tatsächlich an Musketiere erinnern. Laut Wikipedia wurden Musketiere in Befreiungskriegen als kostengünstige „Panzerbrecher“ gegen Ritterheere eingesetzt. Im Rekener Karneval hat die Gruppe aber ausschließlich friedliche Absichten.

Die Damen und Herren sorgen mit Stimmungsliedern für gute Laune und Harmonie unter den Narren. Zahlreiche Stimmungslieder hat auch die Musikgruppe des Karnevalsvereins, die inzwischen auf neun Mitglieder angewachsen ist, im Repertoire. Sie führt den närrischen „Tross“ bei jedem Aufmarsch des Prinzenpaares an.

Das 17. Prinzenpaar, das der R.K.V. mittlerweile inthronisierte, sind Cäcilia I.(Rösing) und Markus I (Nieters), die sich vorgenommen haben, die Ortsteile im Karneval zusammenzuführen. geg
 

Die Heubachlerchen laden zum Kappenfest

Das Kappenfest im Theatersaal von Haus Maria Veen findet in dieser Session am 4. und 11. Februar, jeweils ab 20.11 Uhr, statt. Das Motto beschäftigt sich mit den 70er Jahren, wobei die Maria Veener „Heubachlerchen“ sich darüber freuen, wenn auch das Publikum in entsprechender Kleidung erscheint. Gestaltet wird das etwa dreistündige Programm in bewährter Weise von einigen närrischen „Künstlern“ aus allen Ortsteilen. Auch die Mitglieder des Bauhofes sind in diesem Jahr wieder dabei. Im vergangenen Jahr hatten die Männer wegen des vielen Schnees und den notwendigen Räumdiensten keine Zeit einen Programmpunkt einzustudieren.

Auch eine Überraschung versprechen die Damen für den närrischen Abend. Die Karten für sieben Euro sind ab dem 23. Januar in der Gaststätte „Zum Platten Jupp“ bei Manfred Schemmer zu erwerben.

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