Bunte Karnevalssause 2017 in Schermbeck

Der Männergesangsverein Eintracht und die Theatergruppe Frauensache sorgen in der fünften Jahreszeit für ordentlich Lachmuskelkater

Schermbeck - Freunde der Kostümierung können es kaum noch erwarten: Karneval steht vor der Tür. Witzig, spritzig und wie immer mit einem kleinen Augenzwinkern versehen, warten viele bunte Veranstaltungen auf die Schermbecker Jecken. Hier bleibt kein Auge trocken. Wer braucht da schon den Kölner Karneval?
 

Karneval um 8 – Frauen an die Macht

Nach einer Zwangspause startet der MGV Eintracht Scherm­beck in diesem Jahr beim Karneval durch. Die 63. Kar­nevalsveranstaltung des MGV Eintracht Schermbeck wird in diesem Jahr erstmals mit Frauen im Siebenerrat stattfinden. Ein Novum, wie die beiden Organisatoren Wolfgang Herkel und Wolfgang Kimpenhaus meinen, denn bei der Veranstaltung am 18. Februar unter dem Motto „Karneval um 8 – Frauen an die Macht“ werden einige Frauen der Sänger tragende Rollen spielen. 

Mussten die Jecken im vergangenen Jahr noch auf die beliebte Karnevalssitzung verzichten -  der Rathaussaal war an dem Wunschtermin der Karnevalisten bereits besetzt – so können sie nun durchstarten. Der Siebenerrat mit dem Sitzungspräsidenten Bernd Ewald, der auf der Bühne für Stimmung sorgen soll und Orden verteilt, wird mit drei Damen „angehübscht“. Ein buntes Programm mit zwölf Höhepunkten wird eine Mischung aus bewährten und neuen Ideen. Wolfgang Herkel wird selbstverständlich wieder als Neubürger seine Sicht der Dinge in die Bütt geben. Gleiches darf Engelbert Bikowski tun. Michael Mattern und ein weiterer Sangesbruder werden mit Stimmungsliedern den Saal zum Kochen bringen. Über letzteren hüllte Herkel noch den Mantel des Schweigens. „Das soll eine Überraschung bleiben“, sagt er augenzwinkernd. Die Tanzwiesel aus Wesel bringen Saal und Bühne zum Beben, bevor verschiedene Sketche die Lachmuskeln strapazieren. „Unser Sitzungskarneval ist wohl eine der beständigsten traditionellen Karnevalsveranstaltungen im Umland“, vermutet Wolfgang Herkel, der von sich selbst sagt, er sei durch und durch jeck.

Eine erfreuliche Entwicklung habe die Kostümierung der Gäste genommen, das belegten Archivfotos, erzählt Wolfgang Herkel. War es vor zehn Jahren die Hälfte des Publikums, so kämen heute 90 Prozent der Gäste in fantasievollen Kostümen. Und das lohnt sich auch. Denn auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Prämierung der drei schönsten Kostüme im Saal.

Der Kartenverkauf hat bereits begonnen. Restkarten gibt es in der Volksbank Schermbeck, der Gaststätte Nappenfeld‘s, der Gaststätte „O“. Der Eintrittspreis beträgt 11,99 Euro und beinhaltet ein Freigetränk. Um 18.30 Uhr wird das Foyer des Rathauses geöffnet, Einlass mit Begrüßungsgetränk im Saal ist um 19 Uhr. Das Programm beginnt um 20 Uhr.
 

Frauensache goes Hollywood

Wenn die zehn Damen der Theatergruppe Frauensache zusammenkommen, bleibt kein Auge trocken. Da wird sogar die Konferenz für die örtliche Pressevertreter zur Showeinlage. So auch im Januar. Bei Sekt und Selters durften die Stifte beiseite gelegt und entspannt zurückgelehnt werden. Das Frage-Antwort-Spiel nahmen die Damen selbst in die Hand.

Anlass der Pressekonferenz war das neue Programm „Frauensache goes Hollywood“, das die Theatergruppe am Karnevalswochenende auf die Bühne im Saal Ramirez bringt. Mit dabei sind wieder: Claudia Oberheim, Anette Speckamp, Petra Becker, Steffi Ridder, Ulla Bienbeck, Claudia Gertzmann, Anne Heuwing, Anja Prinz, Ingrid Bienbeck und Karin Jasper-Kock.

„Wir sind seit zehn Jahren zusammen und spielen jetzt das achte Programm. Man muss sagen, wir haben immer noch großen Spaß daran, in andere Rollen zu schlüpfen und stecken viel Energie in die Vorbereitungen und Aufführungen“, berichtet Anette Speckamp. Und das bedeutet in jedem Jahr viel Arbeit. Denn ganz nach dem Motto „Selbst ist die Frau“ machen die Zehn im Großteil die Arbeit selbst. Doch der Spaß kommt natürlich auch hier nie zu kurz. „Wir treffen uns mit dem Ende der Sommerferien einmal pro Woche immer mittwochs bei Steffi im Keller und sammeln Ideen und konkretisieren diese. Dabei schreiben wir Texte, proben, lachen, manchmal quatschen wir auch nur. Nach den Weihnachtsferien treffen wir uns zweimal wöchentlich, dann beginnt die heiße Phase der Probe. Dann heißt es Texte lernen und Stücke einstudieren. Hinzu kommt noch das Drum und Dran“, erklärt Petra Becker. Dazu gehört unter anderem der Kulissenbau, das Nähen der Kostüme und das Gestalten der Eintrittkarten und Plakate. 

Bei ihrem neuen Programm „Frauensache goes Holly­wood“ kommt die Theatergruppe auf wundersame Weise nach Hollywood. Hier kämpfen sie mit alltäglichen Problemen und müssen sich mit den Tücken des Lebens auseinandersetzen. „Natürlich bekommen auch die Männer wieder ihr Fett weg“, verraten die Frauen. Höhepunkt ihres Trips ist aber wohl ihr Besuch bei der wichtigsten Preisverleihung des Jahres, den Oscars. Hier, wo sich die Stars die Klinke in die Hand drücken, laufen die Zehn über den roten Teppich. Klar, dass sie spannende Geschichten zu berichten haben. Aber auch lokale Geschehnisse werden wieder thematisiert wie bespielsweise der Glasfaser-Ausbau. Neben den wortgewandten Frauen darf sich das Pub­likum, das natürlich auch in diesem Jahr hauptsächlich aus Frauen besteht, auf die ein oder andere Tanzeinlage freuen. „Einmal tanzen wieder unsere jungen Sterne und dann haben wir noch eine neue Formation, die aus sechs jungen Frauen besteht“, erzählt Petra Becker.

Am Donnerstag, 23. Februar, Freitag, 24. Februar und Samstag, 25. Februar um jeweils 17.30 Uhr bringen die zehn Frauen ihr Programm auf die Bühne. Einlass ist wieder eine Stunde vorher. „Das Programm ist ausschließlich für die Damenwelt vorgesehen, doch am Donnerstag und am Samstag findet nach den Vorstellungen eine After-Show-Party statt. Hier dürfen auch die Männer mitfeiern.“ Für Essen und Trinken sorgt auch in diesem Jahr Dirk Zeressen vom Ramirez mit seinem Team. gj/kb

Zurück